
Bei Kindern wenig beliebt - Kopfwaschen mit Shampoo.
Egal, ob wir unsere Hände, Haare oder Wäsche waschen: Wir verwenden dazu in der Regel Seife, Shampoo und Waschmittel. Denn mit reinem Wasser wäre der Kampf gegen den meist fettigen Schmutz kaum von Erfolg gekrönt. Der Schlüssel zum Wascherfolg sind waschaktive Substanzen, so genannte Tenside. Sie trennen den Schmutz von Händen, Haar und Wäsche.
Wasser ist zwar ein vielfach angewendetes Lösemittel, es kann aber nur wasserlöslichen Schmutz entfernen. Es ist daher nur bedingt zum Waschen geeignet. Oft aber sind Verunreinigungen an Kleidungsstücken, Haaren oder Händen fetthaltig und können deshalb von gewöhnlichem Leitungswasser nicht ohne weiteres abgelöst werden.
Hinzu kommt die Oberflächenspannung des Wassers. Sie ermöglicht es zum Beispiel, dass man eine Büroklammer oder Nadel auf die Wasseroberfläche legen kann, ohne dass sie untergeht. Diese „Haut“ erschwert es dem Wasser, in das Gewebe von Textilien einzudringen.
Seifen und Waschmittel enthalten Tenside. Die länglichen Tensidmoleküle ziehen an ihrem einen Ende Wasser an, an ihrem anderen stoßen sie es ab. Gibt man eine Seifenlösung in Wasser, schieben sich die Wasser liebenden Enden zwischen die Wassermoleküle und verringern dadurch die lästige Oberflächenspannung. Das Wasser kann jetzt viel leichter in das Gewebe der Kleidungsstücke eindringen.
Die Fett liebenden Enden der Moleküle lagern sich begierig an fettige Schmutzteilchen an. Da sich die Wasser liebenden Enden der Moleküle wegen ihrer gleichartigen negativen elektrischen Ladung gegenseitig abstoßen, lösen sie die Schmutzteilchen und halten diese in der Schwebe.
Die jetzt fein zerteilten Schmutzpartikel können nicht mehr miteinander verklumpen, und es bildet sich eine Emulsion von Fett in Wasser. Mit weiterem Wasser kann man nun die umhüllten Partikel bequem wegspülen.
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