wissen.de
Total votes: 52
wissen.de Artikel

Wirtschaftlicher Aufschwung der Ureinwohner Amerikas

Die Rolle des Glücksspiels für die Indianer

Indianer - der Begriff löst in Menschen Assoziationen mit Winnetou aus, dem Apachen, der zusammen mit seinem weißen Blutsbruder Old Shatterhand gegen Ungerechtigkeit kämpft. Nächte am Lagerfeuer mit Friedenspfeife sind mit dem Begriff verbunden, sowie das Wohnen in Zelten, das Jagen mit Pfeil und Bogen, das Kämpfen mit einem Tomahawk. Indianer werden immer noch als Naturvolk angesehen, das von der Immigration der Europäer nach Amerika schwer gebeutelt wurde. Dies war zwar zur Zeit der Einwanderung tatsächlich der Fall und auch heute noch leben die Stämme in Reservaten - aber sie sind längst nicht mehr so hilflos, wie viele denken. Sie haben eine Schwäche der Amerikaner entdeckt und versuchen dadurch, wirtschaftlich Fuß zu fassen; Indianercasinos sind in ganz Amerika bekannt und beliebt. Auch für die Indianer scheinen die USA daher ein Land zu sein, in dem sich gutes Geld verdienen lässt - auch wenn sie dies erst spät entdeckt haben.
 
1. Der Traum vom großen Geld
Indianer waren jahrzehntelang die Unterschicht der USA. Sie wurden von den in das Land migrierenden Europäern unterdrückt, ihr Land wurde ihnen weggenommen, teilweise auch ihre Würde und ihr Stolz. Die Stämme schafften es lange nicht, sich am Reichtum zu beteiligen. Wirtschaftlich waren sie schwach, teilweise konnten sie nicht einmal Schulen für ihre Kinder finanzieren. Die Folge war ein Ausdünnen der einzelnen Stämme - viele Indianer zog es in die größeren Städte, da sie sich dort ein besseres Leben erhofften. Die Arbeit in Fabriken, als Klempner oder in anderen, niedrig bezahlten Berufen war für sie Standard. Mittlerweile hat sich dies aber für einige Stämme geändert: Die Spielsucht der Amerikaner ist ihr Weg in die wirtschaftliche Stärke, in dem sie Spielhallen auf ihrem Grund und Boden anbieten.
 
Indianer und Glücksspiel

Tomahawk-schwingende, nur mit Lederhose bekleidete Menschen - Indianer werden häufig mit diesem Bild assoziiert.

 
Aus Wildwest-Filmen sind die Cowboys bekannt, die beim Poker ihr Geld setzen und versuchen, es zu vermehren. Das Glücksspiel war im wilden West ausgeprägt und hat seine Anziehungskraft auf die Amerikaner nicht verloren - immerhin erfreuen sich Glücksspielstädte wie Las Vegas großer Beliebtheit bei Einheimischen wie auch Touristen. Die Indianer brauchten einige Zeit, um das Potenzial dieser Sucht zu erkennen - nun nutzen sie es aber für sich. In ihren Reservaten bauten sie Spielhallen - in den 1980er Jahren begann dieser Trend. Das High Stakes Bingo stand damals hoch im Kurs; bei diesem lag der Höchstgewinn oft über dem staatlichen Limit. Nach diesem Erfolg wurden im Laufe der Zeit weitere Spielhallen eröffnet, einige von diesen erfüllen sogar Casino-Ansprüche. Indianercasinos werden sie genannt, weil sie von den Stämmen geführt werden. Die Indianer des Stamms sind außerdem darin angestellt - neben ihnen aber auch viele Bürger der USA, da die Casinos meist mehr Arbeitsplätze bieten als die Stämme Mitglieder haben. Das erste Indianercasino ging 1991 auf einem Mississippi-Schaufelraddampfer auf Gewinnkurs. Mittlerweile machen die Spielhallen der Ureinwohner Umsätze in Milliardenhöhe, berichtet planet-wissen.de. Sie stellen daher zu den anderen Spieleparadiesen des Landes eine ernstzunehmende Konkurrenz dar.
 
Indianer und Glücksspiel

Schon Cowboys im wilden Westen spielten in den Saloons Poker um Geld - die Spiellust hat sich bis heute gehalten.

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
Total votes: 52