Was ist eigentlich Wetter?
Das Wetter auf unserer Erde entsteht durch das Zusammenwirken unserer einzigartigen Atmosphäre, der Sonne und der unterschiedlichen Erdoberfläche. Wettererscheinungen sind Luftdruck, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Nebel, Regen, Schnee, Wind, Wolken, Blitz und Donner.
Die Wirkung der Sonne: Schon in der Atmosphäre, der Luft, wird Sonnenlicht in Wärme umgewandelt. Auch die Erdoberfläche wandelt Sonnenlicht in Wärme um. Sie gibt diese Wärme wieder an die Luft ab. Das geschieht nicht gleichmäßig rund um die Erde. Denn die Erde dreht sich ständig und umkreist die Sonne. Deshalb ist es immer an anderen Stellen am wärmsten. Die Wirkung der Atmosphäre: Luft dehnt sich beim Erwärmen aus. Sie steigt in kalter Luft hoch, weil 1 Liter warme Luft leichter ist als 1 Liter kalte Luft. In der Höhe kühlt die Luft wieder ab, weil sie weniger Wärme von der Erde bekommt. Dadurch sinkt sie ab. Also strömt Luft ständig auf und ab. Die Wirkung der Erdoberfläche: Durch die Drehung der Erde verschiebt sich die Luft gegen die Erde. Berge oder Täler lenken sie ab. Über dem Meer nimmt die Luft mehr Feuchtigkeit auf als über dem Land. So lagert sich manchmal viel Luft übereinander. Sie drückt stark auf die Erde: Man spricht von einem Hoch. Wird weniger Luft übereinander geschoben, ist der Luftdruck niedrig: man spricht von einem Tief.
Warum ist das Wetter nicht immer gleich?

Über Irland dreht sich ein Tiefdruckgebiet. Deutlich erkennbar ist die herrschende Windrichtung im Gegenuhrzeigersinn.
Die Luftzirkulation der gemäßigten Breiten wird durch das Luftdruckgefälle zwischen den subtropischen und den subpolaren Gebieten in Gang gehalten – starke Westwinde versuchen die Luftdruckunterschiede auszugleichen. Doch beim Zusammentreffen der heißen Tropenluft und der kalten Polarluft entsteht in der schmalen Zone höchster Temperaturunterschiede eine Polarfront. Sie bildet keine einheitliche Linie, sondern wird von den großen Luftwirbeln der Zyklonen durchsetzt, die Durchmesser von bis zu 1000 km erreichen. Sie driften mit dem Westwind nach Osten.
Woher weiß man, wie das Wetter wird?
Die Wettervoraussage hängt eng mit den Abläufen in der unteren Atmosphäre zusammen. Kurzfristige Voraussagen lassen sich relativ einfach aufstellen, wenn man die jeweiligen Wetterelemente zu bekannten Erscheinungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Atmosphäre auftreten, in Beziehung bringt. Längerfristige Voraussagen lassen sich erheblich schwerer machen. Hilfe bringen von Großrechnern aufgestellte Simulationsmodelle, die atmosphärische Vorgänge nachahmen.
Übrigens: „Wetter“ bezeichnet nur den augenblicklichen physikalischen Zustand der Atmosphäre, dagegen umfasst „Witterung“ den Wetterverlauf über mehrere Tage bis Monate. „Klima“ ist eine weitere Verallgemeinerung, die den mittleren Zustand der Witterung beschreibt, der aus jahrelangen Datenreihen abgeleitet wird.
Woher bekommen Meteorologen ihre Daten?
Für die Wettervorhersage benötigen die Meteorologen eine große Anzahl von exakten Daten über den Zustand der unteren Atmosphäre. Diese physikalischen Daten werden von Wetterstationen laufend ermittelt. Mit Helium oder Wasserstoff gefüllte Wetterballons steigen bis in Höhen von 30 bis 35 km auf und gewinnen mithilfe von Radiosonden auch Messwerte aus der oberen Atmosphäre.
Wettersatelliten beobachten auch die Ozeane und Polargebiete. Dort gibt es nur wenige Wetterstationen, die Wetterdaten ermitteln könnten. Aus der auf Satellitenbildern erkennbaren Verlagerung von Wolkenformationen lassen sich Windrichtung und Windgeschwindigkeit voraussagen, ebenso Tiefdruckwirbel und der Verlauf von Kalt- und Warmfronten.
Wo spielt sich das Wetter ab?

Vom Boden bis in 1000 Kilometer Höhe schichten sich die verschiedenen Bereiche der Erdatmosphäre.
Über der Grenzschicht Stratopause folgt die gut durchmischte Mesosphäre, in der die Temperatur wieder abnimmt. An der oberen Grenzschicht, der Mesopause, die in einer Höhe von etwa 85 km liegt, beträgt die Temperatur -80 °C. Die nachfolgende Thermosphäre reicht bis in Höhen von 450 km. Die Einwirkung der Sonnenstrahlen lässt die Temperatur auf 1700 °C ansteigen. Mit den unteren Luftschichten findet kaum noch ein Wärmeaustausch statt
Wie bewegt sich die Luft um den Globus herum?

Ein entscheidender Faktor für die klimatischen Verhältnisse auf der Erde ist die planetarische Zirkulation.
Gibt es unterschiedliche Arten von Wolken?
Wolken bestehen aus Luft, in der sich Wasserdampf zu Wasser verflüssigt bzw. zu Eis verfestigt hat.Vereinzelt ziehende, weiße Federwolken, sogenannte Cirren, kommen in Höhen von 5 bis 13 km vor. Bei uns kündigen die aus Eiskristallen bestehenden Wolken oftmals die Warmfront eines Tiefdruckgebiets an. Allerdings können die kleinen Federwolken auch als Schönwettercirren bei stabilen Wetterlagen auftreten. Zu den hohen Wolken zählen auch die sogenannten Cirrostratuswolken. Das sind Schleierwolken, die einen durchscheinenden, weißlichen Wolkenschleier bilden. Durch sie können Sonne und Mond mit einem Halo erscheinen. Dieser weiße Ring umgibt die Himmelskörper, wenn sie durch die Wolken zu sehen sind. Cumulonimbuswolken zeigen ein Gewitter an. Massig und dicht erscheinen sie wie ein riesenhaftes Himmelsgebirge. Der obere Bereich breitet sich oftmals in der Form eines Ambosses aus.
Wie viele Klimazonen gibt es?

Vom Äquator zu den Polen gibt es ein bestimmte Abfolge von Klima- und Vegetationszonen, denn mit zunehmender Entfernung vom Äquator werden die Durchschnitttemperaturen immer niedrger.
Wie wird Niederschlag gemessen?

1 mm Niederschlag entspricht einem Liter Wasser pro Quadratmeter.
Wann fällt Hagel vom Himmel?

Hagel entsteht durch Festfrieren unterkühlter Wassertröpfchen an Eis- oder Schneekristallen und fällt fast ausschließlich in der warmen Jahreszeit bei Gewittern.
Was ist Nebel?

Je nach Entstehung unterscheidet man Abkühlungsnebel, Mischungsnebel und Verdunstungsnebel. Zu den Abkühlungsnebeln gehören die kontinentalen Herbstnebel, die sich durch Ausstrahlung und Abkühlung des Erdbodens in windschwachen, klaren Nächten bilden.
Wie funktioniert ein Thermometer?
Thermometer heißen Geräte zur Messung von Temperaturen. Die Technik nutzt dazu verschiedene Naturerscheinungen aus. In Flüssigkeitsthermometern dehnen sich Flüssigkeiten aus, wenn sie erwärmt werden. Kühlen sie ab, so ziehen sie sich wieder zusammen. Ein Röhrchen mit Alkohol zum Beispiel ist also mehr oder weniger gefüllt, je nachdem, wie warm es ist. So kann man die Temperatur ablesen. In modernen Thermometern wird die Temperatur in elektrische Signale umgewandelt und als Zahl angezeigt.









1 Kommentar