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Wohnmobil mieten: Zehn Tipps für entspannte Ferien

Die Camper sind zurück: Urlaubsreisen mit dem Wohnmobil erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Wem die eigene Anschaffung der fahrbaren Unterkunft zu teuer ist, der kann sich das Wohnmobil für den Ferientrip mieten. Doch einfach Einsteigen und Losfahren geht nicht: Es gibt einiges zu beachten. Und wie so oft ist eine frühzeitige Planung das A und O.

Wohnmobile an Gebirgsssee
In der Hauptsaison ist es auf beliebten Camping- und Stellplätzen eigentlich immer voll - deshalb unbedingt reservieren.
Ferien mit dem Wohnmobil sind beliebter denn je: Wurden 2012 noch etwa 24.000 Fahrzeuge neu zugelassen, waren es 2016 laut Kraftfahrtbundesamt bereits gut 35.000 - das ist ein Plus von fast 50 Prozent. Auch der Markt der Miet-Wohnmobile wächst stetig.

Kein Wunder, dass die Campingplätze zur Hauptreisezeit meist bis zum letzten Stellplatz ausgebucht sind. Wer diesen Sommer noch einen Campingausflug vorhat, sollte sich also mit der Planung sputen. Damit beim Urlaub auf vier Rädern keine Fehler passieren, hat der ADAC einige Tipps zusammengestellt, die man beim Mieten des Wohnmobils beachten sollte.

1. Timing ist alles

Wer in den Sommerferien losfahren will und ein bestimmtes Wohnmobil-Modell im Auge hat, muss frühzeitig buchen - am besten sechs Monate vor Urlaubsbeginn, so der Expertentipp. Aber auch jetzt gibt es noch genügend freie Wohnmobile für die Hochsaison. Unter Umständen müssen wir uns aber mit einem Fahrzeugmodell zufriedengeben, das ursprünglich nur zweite Wahl war. Wer bei dem Termin des Urlaubs flexibel ist, steigert natürlich seine Chance, auch kurzfristig noch ein gutes Angebot zu ergattern.

Mit besonders langer Vorausplanung lässt sich manchmal besonders viel sparen: Wer bereits zwischen Ende August und Ende Dezember für das kommende Jahr bucht, kann mit Frühbucherrabatten rechnen.

2. Sicherheit geht vor

Wohnmobile unter 3,5 Tonnen Gewicht darf jeder Fahren, der einen normalen Pkw-Führerschein hat. Doch wer noch nie zuvor in so einem Fahrzeug gesessen hat, muss sich bewusst sein, dass es deutlich breiter ist als ein Pkw. Neulinge können schnell mal irgendwo anecken. Das bringt nicht nur Schrammen und Dellen ein, sondern führt auch zu Ärger und einem Loch in der Urlaubskasse.

Besonders wichtig: Vor und in einem Tunnel sollte man aus Sicherheitsgründen keinesfalls überholen! Fährt ein Lkw hier neben einem Wohnmobil, entsteht ein gefährlicher Unterdruck, der beide Fahrzeuge zueinander hinzieht. Dies kann leicht zu einem bösen Unfall führen.

Modernes Wohnmobil am Straßenrand
Für Wohnmobile unter 3,5 Tonnen Gewicht genügt ein normaler Pkw-Führerschein. Die ungewöhnlichen Abmessungen sind aber auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig.
3. Das richtige Fahrzeug finden

Im Idealfall sind im Wohnmobil feste Schlafplätze für jeden Mitfahrer vorhanden. Zwar kann man zum Beispiel den Tisch oder die Bank meist zum Bett umfunktionieren, auf Dauer ist das aber oft unbequem und der ständige Umbau kostet Zeit und Nerven.

Bei der Auswahl des Wohnmobils müssen wir auch auf das Gewicht achten. Denn für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen brauchen wir unter Umständen einen erweiterten Führerschein: Nur wer vor 1999 seinen Pkw-Führerschein gemacht hat, darf damit auch bis zu 7,5 Tonnen schwere Fahrzeuge fahren. Alle anderen müssen für dieses Privileg einen erweiterten Führerschein vorlegen, in der Regel bietet sich die Klasse C1 dafür an.

4. Langzeitrabatt bei Mietdauer

In der Regel sind Wohnmobile für Zeiträume von mindestens einer Woche mietbar. Für kürzere Trips muss man auf das Entgegenkommen des Anbieters hoffen. In der Nebensaison ist die Chance größer, ein Wohnmobil auch für kürzere Mietdauer zu ergattern. Den besten Preis gibt es jedoch für längere Verträge: Ab drei Wochen Mietdauer können wir mit Rabatten rechnen.

5. Zeit nehmen für die Einweisung

Bevor die Fahrt losgeht, sollte uns der Vermieter mit der Ausstattung des Wohnmobils vertraut machen. Eine solche Übergabe kann durchaus zwischen 30 und 60 Minuten in Anspruch nehmen. Dabei sollten wir uns zum Beispiel die Bedienung von Gasversorgung, Toilette oder Markise zeigen lassen, damit am Urlaubsort alles reibungsfrei verläuft.

Ein penibler Rundgang um das Fahrzeug, um vorhandene Schäden zu protokollieren und bestätigen zu lassen, ist laut den ADAC-Experten Pflicht - dabei auf keinen Fall das Dach vergessen. Nur so können wir uns davor schützen, für Schäden unserer Vormieter zur Rechenschaft gezogen zu werden.

6. Versicherungen für alle Fälle

Neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung kann zwischen Vollkasko- und Teilkasko gewählt werden, letztere meist mit Selbstbeteiligung ab 1.500 Euro. Der Eigenanteil lässt sich mit einer Selbstbehaltversicherung auf 200 bis 250 Euro reduzieren. Und wie für andere Reisen sind auch beim Urlaub mit dem Wohnmobil immer ein Auslandskrankenschutz und eine Reiserücktrittskosten-Versicherung zu empfehlen.

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CLU / ADAC, 18.05.2017
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