Wahrig Herkunftswörterbuch
drakonische Strafe
Drakon lebte im 7. Jahrhundert vor Christus und trug um 621 als Erster alle Strafbestimmungen zusammen, die es zu jener Zeit in Athen gab: Dabei führte er eine grundlegende strafrechtliche Neuerung ein, indem er zwischen der vorsätzlichen und der unbeabsichtigten Tötung unterschied – wobei sowohl Mord als auch Totschlag für ihn absichtliche Handlungen waren. Um von niemandem übersehen zu werden, stellte man Drakons auf Holztafeln angebrachte Gesetze auf dem Markt aus, wo sie knapp 200 Jahre standen. Im klassischen Griechenland sah man sie dann als übertrieben grausam und blutig an, übersah dabei aber, dass der Kodex Drakons, der sich gegen die Blutrache wandte und dem Staat das Strafen überlassen wollte, nicht an die Willkür und Härte der zuvor herrschenden Strafen heranreichte. Trotzdem etablierte sich die Wendung drakonische Strafe „übertrieben harte Strafe“ im Griechischen und später auch in anderen europäischen Sprachen (vgl. frz. punitions draconiennes oder engl. draconian measures).
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Wissenschaft
Konfabulation statt Halluzination
An dieser Stelle ist in Ausgabe 09/2023 der große Physiker Arnold Sommerfeld schon einmal mit folgendem Satz zitiert worden, „In der Natur nimmt die Entropie die Rolle der Direktorin ein, die Energie aber nur die einer Buchhalterin“ (wobei das Original den Direktor und den Buchhalter als Männer angesprochen hat, was heute...
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