Wahrig Herkunftswörterbuch
durchfallen
Einen konkreten und schmerzhaften Hintergrund hat die Wendung bei etwas durchfallen. Sie wurde schon im 17. Jh. vor allem von Studenten im Sinne von „bei Prüfungen keinen Erfolg haben“ verwendet. Dabei ist durchfallen eine Verkürzung der zuvor gebräuchlichen Fügung durch den Korb fallen. Ursprung ist wohl ein alter Rechtsbrauch: Überführte Verbrecher stellte man zur Strafe in Körbe, deren Boden sich öffnen ließen. Dies geschah vorzugsweise über Wasser – die Missetäter fielen im Wortsinne ins Wasser durch. Daneben wird bisweilen das Theater des Mittelalters als Quelle angesehen: In Lustspielen mussten unerwünschte Liebhaber in Körbe steigen, die ihr Gewicht nicht trugen. Zog nun die Angebete einen solchen Korb zu ihrem Gemach hinauf, so fiel der Freier durch den Boden (vgl. auch jemandem einen Korb geben).
Wissenschaft
Neuer Ansatz für Breitband-Wirkstoffe gegen Viren
Nicht erst seit der Covid-19-Pandemie ist klar: Viren können die globale Gesundheit bedrohen und schwere wirtschaftliche Schäden anrichten. Bislang müssen antivirale Therapien jedoch spezifisch auf den jeweiligen Erreger zugeschnitten werden – ein zeitaufwendiger Prozess. Abhilfe schaffen könnten Breitband-Medikamente, die gegen...
Wissenschaft
Amputation sorgt doch nicht für Neuverknüpfung im Gehirn
Unser Gehirn verfügt über eine neuronale Karte unseres Körpers, wobei verschiedene Regionen den unterschiedlichen Körperteilen entsprechen. Doch was geschieht mit dieser Karte, wenn wir eine Gliedmaße verlieren? Bisherige Theorien gingen davon aus, dass sich nach einer Amputation auch die Karte im Gehirn verändert. Der Bereich,...