Wahrig Herkunftswörterbuch
Leuchte
Meist betrübt es eher, wenn man als Leuchte tituliert wird, denn heutzutage ist das Wort hauptsächlich in den mit Negationen versehenen Redensarten keine große Leuchte sein bzw. nicht gerade eine Leuchte sein oder aber in der ironischen Wendung du bist mir vielleicht eine Leuchte verwendet. Gemeint ist dann, dass man nicht gerade helle ist, sich also nicht durch großen Verstand auszeichnet, obwohl man von sich selbst Großes denkt. Ursprung ist hier die schon in der Antike belegte Wendung eine Leuchte der Wissenschaft sein „ein hervorragender Wissenschaftler sein“. Plinius der Jüngere bezeichnete im 1. Jahrhundert nach Christus – im siebten Band seiner Naturgeschichte – Cicero als lux doctrinarium altera, also als die zweite Leuchte der Wissenschaft – gemeint war: nach Homer. Von dieser Ehrerbietung ist heute kaum etwas geblieben, besonders wenn man nicht als Leuchte, sondern als Armleuchter bezeichnet wird.
Wissenschaft
Der Friedhof der Raumschiffe
Unbemannte Raumschiffe werden kontrolliert zurück zur Erde gesteuert. Viele davon landen im Meer rund um „Point Nemo“ im Südpazifik. Doch die Objekte dorthin zu navigieren, wo ihr Absturz keine Menschen gefährdet, ist schwierig. Daher proben Forscher das Flugmanöver vorab im Labor. von KATJA MARIA ENGEL Kurz nur, mitten im...
Wissenschaft
Sternwarte der Superlative
Das James Webb Space Telescope eröffnet Astronomen einen neuen Blick ins All. von RÜDIGER VAAS Es ist ein Leuchtfeuer des menschlichen Leistungsvermögens“, lobte Marc Postman das James Webb Space Telescope (JWST) – die komplexeste Sternwarte überhaupt, die 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt das Universum erforscht und...