Wahrig Herkunftswörterbuch

Messer
Eindeutig auf verschiedene Messerarten gehen die unterschiedlichen Redensarten zurück, die im Deutschen das Wort Messer beinhalten. Bei der Redensart das Messer wetzen „Vorbereitungen für eine harte Auseinandersetzung treffen“ ist wohl ursprünglich die Sensenklinge gemeint, die der mit dem Tod gleichgesetzte Sensenmann oder Schnitter vor dem Niedermähen der Menschen schärft. Wer jemanden bis aufs Messer bekämpft, kämpft mit großer Entschlossenheit und allen Mitteln. Die Wendung stammt von einem spanischen Feldherrn des 19. Jahrhunderts, José de Palafox y Melzi. Er antwortete den Franzosen, als sie ihn 1808 aufforderten, ihnen das belagerte Saragossa zu übergeben, dass er Krieg bis aufs Messer führen wolle. Das Messer als „kleines Schwert“ ist hier wohl die letzte Verteidigungswaffe, die nach Einsatz aller Feuer und größeren Handwaffen noch bleibt. In unters Messer kommen „operiert werden“ und unters Messer nehmen „operieren“ meint Messer das „Skalpell“, das Operationsmesser des Chirurgen. Hier wie in der Wendung unterm Messer bleiben „bei der Operation sterben“ war jedoch ursprünglich das Schlachtvieh gemeint, bei dem man das Messer so einsetzte, dass es kein Zurück gab.
Samuel Heiniger, Wendelin Stark
Wissenschaft

Sichere Depots für Wasserstoff

Wasserstoff, der etwa mit Solarstrom produziert wurde, über längere Zeit aufzubewahren, ist eine Herausforderung. Möglichkeiten dazu bieten Hohlräume in unterirdischen Salzstöcken – oder Eisenerz. von CHRISTIAN BERNHART(Eisenspeicher) und RALF BUTSCHER Am 9. Mai 2025 war es soweit: Auf einem Gelände bei Etzel, einem Teilort der...

Geothermie
Wissenschaft

Wärme aus der Tiefe

Mit der Geothermie ließe sich ein großer Teil der aktuellen Energieprobleme lösen. Doch bislang wird die Wärmequelle im Untergrund kaum genutzt. Was sind die Gründe? von HARTMUT NETZ Die Freude war groß am 27. September 2004, als am Bohrplatz von Unterhaching aus 3346 Meter Tiefe eine 122 Grad Celsius heiße Wasserfontäne in die...

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