Wahrig Herkunftswörterbuch
Schneid: jemandem den Schneid abkaufen
Schneid ist ein Synonym für „Mut, Courage“ – wer Schneid hat, der traut sich etwas zu, was andere nicht tun würden. Hinter dem heute männlichen Substantiv steckt das Femininum Schneide, mit dem auch die Schwertklinge bezeichnet wird. In früheren Zeiten trugen die jungen Männer meist – beim Brauch des nächtlichen Gasslgehens bzw. Fensterlns, des Werbens um Jungfrauen sogar stets – Federn am Hut, die auch Schneidfedern genannt wurden: Derjenige, der beim Kräftemessen mit dem Rivalen die Oberhand behielt, durfte dem anderen die Federn abnehmen und zum Zeichen des Sieges tragen. Trug nun jemand mehrere Federn am Hut (die beispielsweise in Österreich vom als kampflustig geltenden Hahn stammten), galt er als besonders mutig oder schneidig. Mancher ließ sich von diesen äußeren Zeichen des Muts eines anderen abschrecken, weshalb ihm der Gegner leicht die Federn abnehmen bzw. den Schneid abkaufen konnte.
Wissenschaft
Geothermie hat Zukunft!
Ideen für klimaschonende Stromproduktion gibt es viele. Doch abgesehen von Wind- und Solarenergie scheint keine von ihnen wirklich großes Potenzial zu haben – vielleicht mit einer Ausnahme: Geothermie, also der Nutzung von Erdwärme. Dafür wird heißes Wasser aus dem Erdinneren an die Oberfläche gepumpt, um damit Dampfgeneratoren...
Wissenschaft
3D-Druck direkt im Körper
Ein Implantat aus dem 3D-Drucker, ganz ohne Operation? Eine neue Technologie soll es möglich machen, biokompatible Materialien direkt im Körper zu drucken. Die erforderliche Tinte wird dafür an den gewünschten Einsatzort des Implantats gespritzt und anschließend per Ultraschall aktiviert und verfestigt. Auf diese Weise sollen...