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HERKUNFTSWöRTERBUCH
Karat
Im Mittelmeerraum ist der Johannisbrotbaum ein weit verbreitetes Gewächs, dessen längliche braune Schoten süßlich schmecken und schon Johannes dem Täufer als Nahrung gedient haben sollen. Aber auch die getrockneten Samen, die heutzutage gern in zermahlener Form als Kakaoersatz verwendet werden, hatten bereits vor langer Zeit einen Nutzen da ihr Gewicht gleichmäßig 0,18 g beträgt, verwendeten Juweliere sie früher als zuverlässiges Maß für das Gewicht von Gold und Edelsteinen. Das Wort Karat hat dabei eine lange Reise hinter sich gebracht: Ausgangspunkt ist das
griechische
Wort keration „Schote des Johannisbrotbaumes“. Dieses hängt mit dem „Eiweißstoffe in Haut, Haaren und Nägeln“ bezeichnenden Wort Keratin insofern zusammen, als beide Begriffe auf das
griech.
keras „Horn“ zurückgehen. Keration ist die sich auf die Form der Samen beziehende Verkleinerungsform von keras (also „Hörnchen“) und gelangte als qīrā ins
Arabische
, von dort als carato ins
Italienische
und zuletzt über
frz.
carat ins Deutsche.
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