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Zecken: Die Blutsauger lauern jetzt auch im eigenen Garten

Endlich wird es wärmer, Sonne und Natur locken nach draußen. Doch mit dem milden Wetter erwachen auch Zeitgenossen der unangenehmen Art: Zecken. Diese Blutsauger machen sich jetzt überall dort auf Nahrungssuche, wo langes Gras und Büsche wachsen – Vorsicht ist daher auch im heimischen Garten geboten.

Zecke auf Grashalm
Eine Zecke (Ixodes ricinus) in typischer Lauerstellung.

Es ist Zeckensaison: Ab jetzt sind auch die Zecken in Deutschland aktiv. Denn die Spinnentiere erwachen mit den milderen Wetter aus ihrer Winterruhe und suchen nun nach einer Blutmahlzeit. Die Jungtiere benötigen das nahrhafte Blut, um sich zum nächsten Stadium weiter zu entwickeln, die Weibchen, um ihre Eier zu produzieren und zulegen. Immer dann, wenn es warm, aber nicht zu heiß ist, herrscht daher Zeckenalarm.

„Alte Weisheiten, zum Beispiel dass Zecken nur im Sommer aktiv sind, gelten nicht mehr. Heute finden wir das ganze Jahr über aktive Zecken“, erklärt die  Parasitologin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. Am häufigsten ist bei uns der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Er ist für seine Blutmahlzeit nicht sonderlich wählerisch und beißt daher neben Kleinsäugern, Rehen und Hunden auch uns Menschen. Meist ist er es daher, den wir auf unserer Haut auf frischer Tat ertappen.

Gefahr droht auch im eigenen Garten

Entgegen landläufiger Meinung droht ein Zeckenbiss aber nicht nur im Wald. Denn die Blutsauger finden sich überall dort, wo Gras, Büsche und andere Pflanzen wachsen und wo häufiger Tiere zu Gast sind – von der Maus über Igel und Vögel bis hin zum Reh oder Fuchs. Um zum Biss zu kommen,  sitzen die Zecken an der Spitze von Gräsern oder Ästen von Büschen – maximal aber in 1,5 Metern Höhe. Streift dann ein Tier oder ein Mensch nahe genug vorbei, packen sie zu und lassen sich mittragen. 

Sogar im heimischen Garten ist Vorsicht geboten: Bei einer Studie fanden die Forscher der Universität Hohenheim in fast allen untersuchten Gärten auch Zecken – egal wie gepflegt oder waldfern diese Gärten auch waren. Meist sind die Zecken dabei nicht gleichmäßig über den Garten verteilt, sondern halten sich besonders dort auf, wo das Gras länger ist, es Büsche gibt oder dichteren Pflanzenbewuchs. Denn das schützt sie vor Hitze und Austrocknung. „Gartenbesucher sollten sich nach einem Gartenaufenthalt auf Zecken absuchen und vor allem in Süd- und Mitteldeutschland auch impfen lassen“, rät Mackenstedt.

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NPO / Universität Hohenheim
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