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Zitat des Tages

Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegenbleiben ist beides.

Konrad Adenauer

Konrad Adenauer war 1917–33 Oberbürgermeister der Stadt Köln, 1920–33 Präsident des Preußischen Staatsrats; seit 1906 Mitglied der Zentrumspartei, deren Reichsvorstand er bis zu ihrer Auflösung 1933 angehörte. Als Oberbürgermeister betrieb Adenauer ein energisches und zugleich kostenintensives Programm zur Modernisierung der Stadt. 1933 enthoben die Nationalsozialisten Adenauer seiner Ämter und inhaftierten ihn 1934 sowie 1944 für einige Monate.

Von Mai bis Oktober 1945 amtierte Adenauer wieder als Oberbürgermeister von Köln. In der britischen Besatzungszone baute er die CDU mit auf.  Am 15. 9. 1949 wählte der Bundestag Adenauer zum Bundeskanzler. Die oberste Priorität Adenauers, der 1951–55 auch als Außenminister amtierte, galt der Außenpolitik.

Vor dem Hintergrund des weltpolitischen Konflikts der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, zwischen den USA, Großbritannien und Frankreich einerseits und der UdSSR andererseits, erreichte Adenauer die Eingliederung der Bundesrepublik Deutschland in das westliche Bündnissystem als gleichberechtigten Partner. Mit Nachdruck setzte er sich für die deutsch-französische Verständigung als Grundvoraussetzung einer friedlichen Entwicklung in Europa und einer politischen Einigung dieses Kontinents ein.

Nach dem Bau der Berliner Mauer (13. 8. 1961) geriet Adenauers Außen- und Deutschlandpolitik in wachsenden Gegensatz zu internationalen Entspannungstendenzen. Zunehmende Kritik an Adenauers Linie, nicht nur seitens der SPD, oft v. a. in der Öffentlichkeit verbunden mit Skepsis gegenüber seinem hohen Lebensalter, führte besonders durch die Spiegelaffäre (1962) zu einem Verlust an Popularität und politischer Autorität. Nachdem die CDU bei den Bundestagswahlen von 1961 die absolute Mehrheit verloren hatte, sah sich Adenauer bei den Koalitionsverhandlungen mit der FDP, die v. a. seiner Deutschland- und Ostpolitik kritisch gegenüberstand, gezwungen, in die Begrenzung seiner Amtszeit (auf etwa zwei Jahre) einzuwilligen. Am 15. 10. 1963 trat er als Bundeskanzler zurück, blieb jedoch politisch aktiv.

 

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