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Zukunftsträchtig: Beruf und Familienleben

Arbeitswelt und Familienleben zu vereinbaren bedeutet nicht nur für die meisten Familien einen organisatorischen und emotionalen Kraftakt, sondern das Thema steht zweifellos für eine der gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft.

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In Europa gehört Deutschland zu den Ländern mit der niedrigsten Geburtenrate (1,29 Kinder je Frau, Stand: Juni 2004) und der höchsten Kinderlosigkeit. Noch immer sind es vor allem Frauen, die vor die Wahl gestellt werden, entweder berufstätig zu sein oder eine Familie zu gründen. Ein Drittel eines Jahrgangs und sogar vierzig Prozent der Akademikerinnen bleiben derzeit in Deutschland kinderlos.

Mit der Elternzeit und dem Mutterschutz, mit verstärkt angebotenen Teilzeitmodellen und dem sukzessiven Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder versuchen Gesetzgeber und Unternehmen diesem Trend entgegenzuwirken und die notwendigen Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen.

Die Familie - sie ist in Deutschland noch immer die populärste Lebensform. Der Mikrozensus 2003 “Leben und Arbeiten in Deutschland“ des Statistischen Bundesamtes widerlegt die Rede vom Trend zur Single-Gesellschaft. Allein in einem Einpersonenhaushalt leben lediglich 17 Prozent der Bevölkerung, darunter viele Studierende und Verwitwete. Im Mai 2003 wohnte dagegen mehr als die Hälfte - rund 53 Prozent - der Bevölkerung in Familienhaushalten mit Kindern.

Die Mehrheit aller Kinder unter 18 Jahren wächst bei einem verheirateten Paar auf: 82 Prozent der Kinder in Westdeutschland und 64 Prozent der Kinder in Ostdeutschland. Der Anteil erwerbstätiger Mütter steigt kontinuierlich an - verstärkt bei Frauen, deren Kinder das Schulalter erreicht haben, in den letzten Jahren allerdings ebenso bei Müttern mit jüngeren Kindern. Zwischen 1996 und 2003 erhöhte sich der Anteil der erwerbstätigen Mütter um fünf Prozentpunkte auf 65 Prozent. Eine besondere Rolle spielen dabei Teilzeitbeschäftigungen: Seit 1996 erhöhte sich die Erwerbstätigenquote der Mütter, die nach eigenen Angaben eine Teilzeittätigkeit ausüben, um knapp zehn Prozentpunkte auf 38 Prozent. Vermutlich hängt diese Entwicklung einerseits mit dem seit 1996 bestehenden Anspruch auf einen Kindergartenplatz zusammen, andererseits mit dem Recht auf Teilzeit, das seit 2001 für die Dauer der Elternzeit gilt.

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Michael Fischer
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