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100 Jahre Berliner Hoch- und U-Bahn

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Die Idee zum Bau einer elektrisch betriebenen Stadtbahn in Berlin hatten Werner von Siemens und die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) parallel vorangetrieben. Siemens hatte bereits 1880 ein Verkehrsmittel entwickelt, das sich mit einer Spurweite von 1000 Millimetern auf Pfeilern über dem Gehweg parallel zu den Fußgängern bewegen sollte, vom Mehringplatz über die Friedrichstraße bis in den Wedding. Die kaiserlichen Beamten versagten dem Konstrukteur aber die Baugenehmigung. Unter anderem befürchteten sie herabtropfende Wagenschmiere. Der Fabrikant jedoch kaufte eine stillgelegte Strecke in Lichterfelde, um die Funktionsweise des elektrischen Betriebes zu beweisen. Am 16. Mai 1881 nahm er dort die erste elektrische Straßenbahn der Welt in Betrieb.

Wie kam die Bahn aufs Gleis?

Die AEG schlug der Stadt 1890 den Bau einer “Tunnelbahn vor. Die Behörden nahmen auch dieses Projekt nicht ernst: Ein Tunnel in dieser Größe? Siemens fand den märkischen Boden dafür ebenfalls zu weich. Doch die AEG-Ingenieure waren von ihrer Idee überzeugt und bauten auf dem Firmengelände im Wedding eine unterirdische Teststrecke: 270 Meter lang und bis zu 6,50 Meter tief unter der Fahrbahndecke. Es war die erste elektrische Untergrundbahn in Kontinentaleuropa. Bis heute ist sie vollständig erhalten.

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