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Anpassungen im Tierreich: Schwimmen

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Dieses Organ ist nicht so leistungsfähig wie die Lunge eines Landwirbeltiers, der Fisch benötigt als Kaltblüter jedoch weniger Sauerstoff. Dem entspricht ein im Vergleich zu höheren Wirbeltieren primitives Herz mit hintereinander geschalteten Kammern und nur einem Blutkreislauf, der Mischblut befördert. Um zusätzlich Energie zu sparen, haben die Knochenfische eine gasgefüllte Schwimmblase entwickelt, deren Füllung variiert werden kann: Mit diesem Auftriebsorgan kann der Fisch nahezu bewegungslos im Wasser stehen. Sie hat sich aus der Lunge ursprünglicher Formen wie der Lungenfische entwickelt, die als erste Wirbeltiere den Versuch des Landgangs unternahmen: Die Schwimmblase ist der Lunge der Landwirbeltiere homolog.

Die perfekte Anpassung an das Wasser drückt sich auch im stromlinienförmigen, seitlich abgeplatteten Körper mit paarigen Brust- und Bauchflossen sowie unpaarer Rücken-, After- und Schwanzflosse aus; letztere ist stets senkrecht gestellt. Zur Verminderung des Wasserwiderstandes ist der Körper mit dachziegelartig angeordneten Schuppen bedeckt, die eine Schleimschicht tragen; die Haut der Knorpelfische (Haie und Rochen) weist zum gleichen Zweck knochenartige Plättchen mit einem der Körperachse parallelen Kiel auf.

Mit dem Seitenlinienorgan schließlich, einem Kanal mit Sinneszellen unter der Haut mit nadelfeinen Öffnungen nach außen, die den Eindruck einer Linie ergeben, kann der Fisch über elektrische Impulse auch im Dunkeln Beutetiere oder Artgenossen "erfühlen" und sich im Schwarm orientieren.

Den Fischen nachgebaut: Wale

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