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Auf Raubzug

Wenn die Wanderheuschrecke die Getreidefelder in Afrika leer räumt, die spanische Wegschnecke Ziersträucher in deutschen Gärten vernascht oder Algenteppiche den Ostseeurlaub vergiften, dann handelt es sich eindeutig um Plagen. Die Ursache: eine explosionsartige Vermehrung von Schädlingen in Flora und Fauna. Das Klima spielt dabei eine entscheidende Rolle.

von Michaela Wetter, wissen.de

Biologische Invasion ...

Wanderheuschrecke
RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano / Il mondo degli animali
Dass die spanische Wegschnecke nicht 2.000 und mehr Kilometer gen Norden kriechend zurücklegt, ist nachvollziehbar. Sie reist entspannter: als Jetsetter. Genauso wie Käfer, Schnecken, Heuschrecken und Co. Sie machen es sich nämlich mit Vorliebe im Urlaubsgepäck oder im Laderaum von Flugzeugen bequem. Die Globalisierung wirkt sich eben auch bei der Verbreitung von Tierarten aus.

In diesem Fall spricht man von einer biologischen Invasion: Fremde Arten verdrängen einheimische. Und damit bringen sie Unruhe in das ökologische Gleichgewicht und verändern Ökosysteme.

In Deutschland gibt es angeblich allein 400 Pflanzenarten, die ihren Ursprung in einer anderen Umgebung haben.

 

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