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Auf zu einer kleine Expedition

Im "Tal der Almen"

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Hütte in Sicht, jetzt erhöht sich die Laufgeschwindigkeit!
Wer hätte gedacht, dass die beiden sich so derart davon begeistern lassen, dass sie munter jeden Tag mit ihren kurzen Beinen die geplanten Höhenmeter ganz ohne Murren hinter sich bringen. Als die kleine Familie sich in Großarl für zwei Wochen einmietete, hofften die Eltern insgeheim, Johannes und Katharina vielleicht den einen oder anderen längeren Spaziergang abtrotzen zu können. Aber da hatten sie die Rechnung ohne die 37 bewirtschafteten Almen der Region gemacht. Dort nämlich gibt es überall einen Stempel ins Wanderheftchen. Und das ist für einen Siebenjährigen und eine Vierjährige attraktiver als ihrer Mutter vermutet hatte:„Spätestens um halb sieben standen die beiden an unserem Bett mit der Aufforderung, doch endlich aufzustehen, um dann gleich mit uns zu diskutieren, zu welcher Hütte wir denn heute wandern.“ In der Pension schmunzelte die Wirtin beim Frühstück schon über ihre Frühaufsteher.

„Ein bisschen Mut gehört dazu“

Nun also haben sie ihre Eltern zu drei Tagen „Alpenfloh“ überredet. Man kann wählen zwischen der Trekkingtour „mini“ für Kinder ab vier und „maxi“ für Kinder ab sechs. Die kleine Variante tut es fürs erste einmal, täglich zwei bis drei Stunden Gehzeit, insgesamt 720 bis 1012 Höhenmeter Aufstieg, 764 bis 1356 Meter Abstieg. „Ein bisschen Mut gehört dazu“, sagen sie einem im Tourismusbüro. Vor allem muss man sich darauf einlassen können, dem üblichen Komfort für ein paar Tage abzuschwören, bereit sein, mit den Kleinen nachts mit der Taschenlampe die schmale Stiege hinunter zur „Toilette“ zu tapsen, die über der Jauchegrube schwebt. Man muss es als kleines Abenteuer betrachten, sich die Zähne am Gebirgsbach direkt hinter der Hütte zu putzen und nach schweißtreibendem Aufstieg eben mal keine Dusche vorzufinden. So gesehen ist es eine kleine Expedition, ungewohnt für manche Eltern, spannend und zugleich vergnüglich für die Kinder.

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von Iris Hilberth, wissen.de
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