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Augmented Reality auf dem Smartphone - Wie funktioniert das eigentlich?

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Smartphone-Screen mit Pokemon-GO-App
Die zurzeit bekannteste Augmented Reality App ist sicherlich Pókemon GO.
Apps für Wissbegierige und Romantiker

Die bekannteste Augmented Reality App ist sicher Pókemon GO, aber dies ist lange nicht die Einzige. So zeigen Urlaubs-Apps Informationen zu Sehenswürdigkeiten und der Bayerische Rundfunk peppte auf diese Weise eine Biographie des jüdischen Fußballfunktionärs Kurt Landauer auf. Dazu erarbeiteten sie eine App, die beim realen Stadtrundgang durch München Stationen aus Landauers Leben zeigt.

Aber auch im ganz normalen Alltag begleitet uns die Augmented Reality. So bietet ein Möbelhersteller beispielsweise eine App an, die ein Möbelstück direkt in unser zu Hause projiziert. Auf dem Bildschirm unseres Smartphones oder Tablets sehen wir dadurch sofort, ob das Sofa tatsächlich ins Wohnzimmer passt und können dieses auch virtuell verschieben oder die Größe und Farbe anpassen.

Aber auch Romantiker oder Hobbyastronomen kommen nicht zu kurz. Mit der Augmented Reality für Sternengucker müssen wir nur noch ein Video oder Foto des Sternenhimmels aufnehmen und auf unseren Lieblingsstern tippen. Die App sagt uns dann, wie dieser Stern heißt, wie weit er entfernt ist und wie hell er ist.

Tablet mit AR-App einer Möbelhandelskette
Mithilfe von AR-Anwendungen kann schon mal getestet werden, wie sich das neue Möbelstück in der eigenen Wohnung so macht.
Augmented Reality im Alltag

Im Vergleich zur virtuellen Welt, die man zum Beispiel aus Computerspielen kennt, bietet die erweiterte Realität wesentlich mehr Anwendungsmöglichkeiten. Das System wird nicht nur für Spiele genutzt, sondern auch für Marketingzwecke, als Lexikon oder am Arbeitsplatz. Schon heute setzen Firmen AR- Software ein, um zum Beispiel die Einweisung in Maschinen zu vereinfachen: Die Bedienhinweise werden direkt dort eingeblendet, wo sie an der Maschine nötig sind. Es gibt auch schon Pläne, Lerninhalte für Kinder durch Augmented Reality spannender und nachhaltiger zu gestalten.

Vorsicht mit Apps am Arbeitsplatz

Datenschützer bemängeln allerdings, dass speziell die AR-Apps auf dem Smartphone immer Zugriff auf das GPS-Signal und die Kamera der Nutzer benötigen. Inwieweit diese Daten von den Firmen gespeichert oder weiterverwendet werden, kann der Nutzer kaum nachvollziehen. Besonders kritisch wird es dann, wenn Aufnahmen am Arbeitsplatz gemacht werden und dabei möglicherweise Betriebsgeheimnisse zu sehen sind. Daher gilt es immer aufzupassen, welche Orte gerade in den Fokus der Kamera geraten.

Blogger Loïc Le Meur mit Google Glass explorer edition
Bei Google Glass können Informationen mit dem aufgenommenen Bild der integrierten Digitalkamera kombiniert werden.
Die Zukunft der Augmented Reality

Das Smartphone oder Tablet ist jedoch, nicht die einzige Einstiegsmöglichkeit in die ergänzte Wirklichkeit. Neben den Apps existieren heute schon Navigationssysteme, die den Weg direkt auf der Windschutzscheibe einblenden. Leuchtstreifen auf der Straße, können vor Gefahrzonen warnen und die Google Glas Brille, ermöglicht uns 24 Stunden Augmented Reality.

HDI, 15.09.2016
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