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Ausflugstipp: Tour de Ruhr

Mit dem Fahrrad von der Quelle bis zur Mündung

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Die zahlreichen Industriedenkmäler im grünen Revier

Landschaftspark Nord
Landschaftspark Nord

Der Hochofen im Landschaftspark Nord in Duisburg erstrahlt nachts in bunten Lichtern.

Je weiter die Radler gen Ruhrgebiet vordringen, desto mehr verändert sich langsam die Landschaft um sie herum. Die Berge des Sauerlandes laufen aus und vermehrt führt der Weg nun durch Auen und Felder. Im Ruhrpott sind die mächtigen Zeitzeugen der Industrialisierung vielfach erhalten geblieben. Doch sie haben sich gewandelt: So wurde einst Trinkwasser durch die Rohre der Rohrmeisterei in Schwerte gepumpt. Heute können Ruhr-Radler dort Konzerte, Ausstellungen und Kleinkunst in gastlicher Atmosphäre genießen.

In Essen erwartet sie dann sogar ein UNESCO Welterbe. Die Zeche Zollverein, der sogenannte "Eifelturm des Ruhrgebiets", liegt zwar nicht direkt an der Ruhr, ist aber allemal einen Abstecher wert, um beispielsweise Püttgeschichten von der Arbeit über wie unter Tage von ehemaligen Kumpeln zu erfahren. Weiter geht es dann zu der höchsten Ausstellungshalle Europas. Von dem Dach des Gasometers in Oberhausen bietet sich schwindelfreien Besuchern aus 117 Metern Höhe ein einmaliger Panoramablick über das gesamte Ruhrgebiet.

Und zwischen all diesen Stationen lassen idyllische Auen und jede Menge Grün schnell vergessen, dass man sich mitten im Revier befindet. In Duisburg schließlich endet die Tour an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Auch hier ist der Wandel der Zeit ganz offensichtlich. Bis vor wenigen Jahren noch bestimmten graue Lagerhallen das Bild des Duisburger Innenhafens. Heute verbreiten seine Grachtenpromenaden eine mediterrane Wohlfühlatmosphäre.

Unser Tipp zum Ende der Tour: Eine abendliche Führung auf den Hochofen in Duisburgs Landschaftspark Nord. Stück für Stück holt sich die Natur dort zurück, was ihr einst gehörte und lässt das Werk alt und gebrechlich wirken. Doch nach Sonnenuntergang, wenn die ehemalige Eisenhütte in einer aufwendigen Lichtinstallation in den verschiedensten Farben erglüht, lässt sich die damalige Kraft und Stärke der Hütte noch heute erahnen.

Doch bevor es losgehen kann sollten sie ihr Rad nach der Winterpause erst einmal gründlich durchchecken.

Weitere Anregungen für die Planung ihrer Tour de Ruhr finden sie unter http://www.ruhrtalradweg.de/.

(02.04.2014)

KEL
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