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Benazir Bhutto - "die aufsteigende Sonne"

Die erste Frau, die ein islamisches Land regierte

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Just in dem Jahr, als die junge Benazir von ihren Auslandsstudien in die pakistanische Heimat zurückkehrte, stürzte das Militär ihren Vater, den amtierenden Premierminister, wegen angeblicher Wahlmanipulationen. Nur ein Jahr später wurde Zulfikar Bhutto wegen Anstiftung zum Mord an einem politischen Gegner zum Tode durch den Strang verurteilt und 1979 hingerichtet.

Für die Tochter bedeutete der Umsturz zahlreiche Verhaftungen und Hausarreste, doch ließ sich die Politikerin nicht entmutigen und führte ab 1982 die von ihrem Vater gegründete "Pakistanische Volkspartei" (PPP). Mehrere Male musste Benazir Bhutto ins Exil fliehen und jahrelange Hausarreste über sich ergehen lassen, bevor sie durch den haushohen Sieg ihrer Partei bei den Parlamentswahlen 1988 von Interimspräsident Ishaq Khan zur Regierungschefin ernannt wurde. Für die PPP-Anhänger war die schöne Frau schon längst zur "aufgehenden Sonne" ihres Landes geworden.

Doch wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten: Immer wieder musste sich Bhutto wegen Vorwürfen der Korruption und Vetternwirtschaft verantworten. Amtsenthebungen und eine Verurteilung zu fünf Jahren Gefängnis wechselten mit den beiden Regierungszeiten der Benazir Bhutto ab, die vor der Gefängnisstrafe erneut ins Exil floh. Als sie 2007 nach einem Präsidentendekret wieder einmal nach Pakistan zurückkehrte und erneut Anspruch auf das Amt des Premierministers erhob, riss sie ein Selbstmordattentäter mit in den Tod.

von Susanne Böllert, wissen.de
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