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Der Insulinbändiger

Der Entdecker des Insulins

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Wissenschaftliche Vorarbeiten

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Für die Enteckung des Insulins und dem nachweislichen Senken des Blutzuckerspiegels erhielt Frederick Grant Banting (links) 1923 den Nobelpreis für Medizin.


Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus ist seit dem Altertum bekannt. Ihre Ursache aber blieb lange Zeit unklar. Erst 1889 machten Oskar Minkowski und Joseph von Mering die überraschende Entdeckung, dass Hunde, denen sie die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) operativ entfernten, Diabetes entwickelten. Diese Drüse musste also neben der bekannten Funktion, Verdauungsenzyme für den Darm zu produzieren, noch eine andere Funktion im Zuckerstoffwechsel haben. Es wurde angenommen, dass die 1869 von Langerhans entdeckten Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse eine noch unbekannte Substanz in den Blutkreislauf abgäben. Andere Drüsen, die eine solche "innere Sekretion" ausübten, waren besser bekannt: die Geschlechtsdrüsen, die Schilddrüse oder die Nebenniere. Bei Patienten mit einer Unterfunktion dieser Drüsen wurde seit den 1890er-Jahren eine "Organotherapie" erprobt und teilweise erfolgreich eingesetzt: den Patienten wurde ein Extrakt der jeweiligen Drüsen injiziert und die Unterfunktion war therapiert. In den Extrakten wurden Substanzen entdeckt, denen der berühmte Forscher Ernest Starling 1905 den Namen Hormone gab. Das medizinische Fachgebiet der Hormonlehre oder Endokrinologie war geboren. Wenn aber der Diabetes durch eine Unterfunktion von hormonbildenden Zellen des Pankreas verursacht wird und wenn Pankreasextrakt diese Unterfunktion ausgleichen kann, liegt es auf der Hand, solche Extrakte herzustellen und zu testen. Tatsächlich waren etwa 400 Wissenschaftler weltweit auf der Suche nach dem Pankreashormon.


 

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von G. Neitzke
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Insulintherapie bei Diabetes Mellitus

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