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Blühende Aussichten

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Vor allem im Nutzfahrzeugbereich hat sich neben dem ökologischen auch der ökonomische Aspekt der Biodieselverwendung herumgesprochen. Durch seine Mineralölsteuerfreiheit ist Biodiesel zwischen 10 und 15 Cent günstiger als konventioneller Diesel. Trotz eines in der Praxis ermittelten geringen Mehrverbrauchs rechnet sich der konsequente Einsatz von Biodiesel. Kein Wunder, dass viele Speditionen und Busbetriebe ihre Tanks bereits mit Biodiesel füllen. Positiver Nebeneffekt des Biodieseleinsatzes im Zusammenhang mit den Eigenverbrauchstankstellen: Transport und Lagerung von Biodiesel sind denkbar einfach. Biodiesel ist nicht als Gefahrgut klassifiziert, schwer entflammbar und lediglich in die Wassergefährdungsklasse 1 eingestuft.

Perspektiven

Die Beimischung von bis zu fünf Prozent Biodiesel zu konventionellem Diesel, die durch die von der Bundesregierung verabschiedete generelle Steuerbefreiung für biogene Kraftstoffe seit 2004 möglich ist, macht Biodiesel von einem Nischenprodukt zu einer vollwertigen Komponente des etablierten Kraftstoffmarktes. Eine Entwicklung, die ökonomische und ökologische Tragweite besitzt. Ökonomisch, weil die Biodieselproduktion in Deutschland laut ifo-Institut annähernd 20.000 Arbeitsplätze sichert. Ökologisch, weil jeder Liter Biodiesel hilft, mehr als zwei Kilogramm CO2 einzusparen. Hinzu kommt, dass selbst der geringe Anteil Biodiesel im konventionellen Diesel bereits dazu beiträgt, die Motoremissionen positiv zu beeinflussen. Laut Prof. Axel Munack, Institutsleiter an der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig, trägt Biodiesel dazu bei, fast alle Emissionsbestandteile gegenüber reinem Diesel zu senken. Und: Je mehr Biodiesel in der Mischung ist, desto besser sind die Werte.

Alleine 2004 können durch den Biodieselabsatz 850.000 Tonnen Mineralöl eingespart werden. Eine Menge, die in den nächsten Jahren noch ansteigen wird, denn die Europäische Union hat das Ziel klar definiert: Bis zum Jahr 2010 soll der Anteil der Biokraftstoffe am Kraftstoffverbrauch auf 5,75 Prozent steigen. Das entspricht EU-weit (EU 15) über 14 Mio. Tonnen.

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