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Burnout: Warum Pendeln das Risiko für Stresserkrankungen erhöhen kann

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Auf das Wie kommt es an

Wenig überraschend: Je größer die Stadt, desto aufreibender der Arbeitsweg -  zumindest für Leute, die mit dem Auto unterwegs sind. „Menschen, die in ländliche Gegenden pendeln oder selbst in Vororte, fühlen sich weniger gestresst“ so Barreck. Bemerkenswert ist allerdings, dass dabei Mitfahrer größeren Anspannungen ausgesetzt sind als die Fahrer. „Passagiere in Fahrgemeinschaften fühlen sich, als hätten sie keine Kontrolle. Das verursacht ihnen Stress, bevor sie überhaupt am Arbeitsplatz ankommen.“

Doch auch das Pendeln per Bus oder Bahn ist nicht immer entspannend: Vor allem Pendler in ländlichen Gebieten fühlen sich häufiger gestresst und empfinden sich als weniger produktiv am Arbeitsplatz. „Öffentliche Verkehrsmittel bedeuten Zug- oder Busverbindungen. Ländliche Regionen sind in dieser Richtung oft nicht gut versorgt", erklärt Barreck. "Das Risiko von unvorhersehbaren und nicht kontrollierbaren Verzögerungen ist deshalb noch größer. Dieser Stress kann in den Arbeitstag verschleppt werden.“ Das Gegenteil gilt für Pendler in Großstadtzentren: Die große Auswahl an Verkehrsmitteln und flexible Abfahrzeiten machen den täglichen Weg zur Arbeit entspannter.

Fahrrad fahren hat ebenfalls Vor- und Nachteile, je nachdem, in welcher Gegend der Pendler seinen Arbeitsplatz hat. Durch das ständig steigende Verkehrsaufkommen in den Vorstädten ist insbesondere dort das Radfahren eine nervenaufreibende Angelegenheit. „In der Stadt gibt es Sicherheitseinrichtungen wie Radwege und Zebrastreifen. Dies verleiht Radfahrern und Fußgängern ein Gefühl von mehr Kontrolle“ glaubt Barreck. Auf dem Land dagegen benutzen Fußgänger und Radfahrer ruhige Landstraßen, die vergleichsweise weniger anstrengend sind.

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RPA
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