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Casino-Anbieter: So vermeidet man, an den Falschen zu geraten

Wo Geld anfängt, sollte es auch die Vorsicht tun. Das gilt besonders dort, wo zwischen Gewinn und Verlust nur Können und eine Portion Glück stehen.

Spielkartenpaket und Würfel
Offline oder Online – Vorsicht ist bei Gelddingen immer geboten.

Offline bedeutet nicht immer, dass es einfacher ist. Aber im Falle von Glücksspiel gilt das durchaus. Das liegt daran, dass hier der Staat ein unangefochtenes Monopol hat. Bedeutet, egal ob man nun in ein Casino mit Roulette- und sonstigen Tischen geht oder es mit der Automaten-Variante hält: Man kann davon ausgehen, dass dahinter staatliche Kontrollen stehen. Die garantieren, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Online allerdings muss festgestellt werden, ist die Sachlage deutlich anders – für nicht wenige just weil es einen massiven Interessenskonflikt zwischen EU, Bund, Ländern und Anbietern gibt. Das führt bei Onlinecasinos dazu, dass man nicht mit der gleichen blinden Sicherheit agieren kann, wie es offline der Fall ist. Im Gegenteil, man muss hier aktiv für seine Sicherheit sorgen. Der folgende Artikel zeigt, wie es geht.

1. Der Anbieter ist gut sichtbar gelistet

Wir werden auf den folgenden Zeilen noch öfters die Parallele zwischen On- und Offline-Casino ziehen.

Denn der erste Schritt, um online ein gutes von einem schlechten Casino zu unterscheiden, ist, zu prüfen, wie es sich präsentiert: Ist es auf den vordersten Google-Suchergebnissen zu finden? Findet man den Anbieter im Vergleich auf anbieter.org? Hat das Unternehmen eine gutbesuchte Seite auf einschlägigen sozialen Netzwerken?

Das alles sind Hinweise, dass es ein solches Casino so hält, wie ein offizielles Offline-Casino: Es verbirgt sich also nicht in Gassen oder den Hinterzimmern irgendwelcher Kneipen, sondern ist offen zu sehen. Allerdings ist das nur der erste Punkt.

2. Der Anbieter hat eine EU-Lizenz

Noch in der kleinsten Automaten-Spielothek muss zumindest auf Nachfrage eine staatliche Betriebserlaubnis für dieses Etablissement vorzeigbar sein. Online hingegen muss man sich bewusst machen, dass die gesamte Welt auf dem eigenen Bildschirm erscheinen kann – und zwar wirklich buchstäblich.

Jeder kann eine Seite so programmieren, dass sie in gutem Deutsch oder Englisch bestückt ist – das ist aber natürlich noch lange kein Garant für eine Herkunft. Diese Seite bzw. das dahinterstehende Unternehmen kann in Brasilien sitzen, in Asien oder theoretisch auch am Südpol.

Bloß: Damit unterliegt der Betreiber, obwohl man als Deutscher und EU-Bürger auf seine Dienste zugreifen kann, in den wichtigsten Belangen der Jurisdiktion seines Heimatlandes, nicht aber der EU.

Genau das jedoch will der Spieler, der auf Sicherheit setzt. Dazu prüft man auf der Seite:

  1. Ob es ein Impressum gibt. Das muss bei EU-Unternehmen per Gesetz gut sichtbar sein und festgelegte Mindestinhalte haben. Der Anbieter firmiert in einem EU-Land? Gut.
  2. Ob es eine Lizenz gibt. Oftmals sind das kleinere EU-Regionen wie Malta oder die Isle of man. Die Lizenz allein ist aber nur ein Faktor. Danach muss man sich auf die Webseite der für dieses Land/Region zuständigen Glücksspielbehörde begeben und in deren Listen prüfen, ob der Betreiber dort tatsächlich auffindbar ist – er könnte die Lizenz ja auch einfach fälschlicherweise auf seiner Webseite eingefügt haben.

Das ist deshalb so wichtig, weil die Lizenzen nur gegen das Einhalten genau vorgegebener Regeln erteilt werden – etwa Stammkapital, Maßnahmen gegen Spielsucht usw.

Zwar gibt es auch viele weitere Lizenzen aus dem außereuropäischen Raum. Wer jedoch auf maximale Sicherheit bedacht ist, sollte davon die Finger lassen – auch wenn das nicht heißen soll, dass eine solche Lizenz automatisch unseriös wäre.  

3. Es gibt Prüfnachweise

Mal angenommen, man eröffnet zuhause am Computer online eine Poker-Partie. Denkt man dann darüber nach, warum der virtuelle Geber einem ein Pik Ass und einen Karo Buben gibt? Wahrscheinlich nicht, sollte man aber.

Denn dahinter steckt natürlich eine enorme Möglichkeit, mit denen schwarze Schafe steuern könnten, dass nicht zu viele Spieler Gewinne einstreichen. Aus diesem Grund haben lizensierte Anbieter für solche Angelegenheiten immer einen Zufallsgenerator.

Letzten Endes ist das heute eine Software, die nach dem Zufallsprinzip und ohne die Möglichkeit menschlichen Eingriffs dafür sorgt, dass Karten, Würfel und dergleichen tatsächlich „zufällig“ verteilt werden, so wie es sein soll.

Bloß ist die Werbung mit einem Zufallsgenerator allein keine Sicherheit. Die gibt es nur, wenn das Unternehmen regelmäßig von externer Stelle seine Generatoren überprüfen lässt. Das tun Firmen wie GLI – Gaming Laboratories International -  oder die BMM Testlabs.

Letzten Endes sind sie eine Art (freiwilliger) TÜV, der einem Anbieter bescheinigt, dass seine Software alle Kriterien des Zufallsprinzips erfüllt – allerdings sollte man sich nicht nur auf Prüfsiegel verlassen, sondern auch mal daraufklicken oder im Zweifelsfall beim Prüflabor selbst nachhorchen.

4. Es gibt einen 1A-Kundensupport

Man kann 24/7 auf Online-Casinos spielen. Und ebenso darf (und muss) man erwarten, dass dahinter ein Kundensupport steckt, der nicht minder gut zu erreichen ist. Bedeutet, dass Erreichbarkeit rund um die Uhr Pflicht ist.

Ebenso Pflicht ist es, dass egal wo der Anbieter auch sitzt, Englisch gesprochen wird. Die Kür hingegen ist natürlich deutschsprachig. Das bietet zwar nicht jeder, ist aber im Zweifelsfall hoch zu bewerten, wenn alle anderen Faktoren stimmen.

5. Der Zahlungsverkehr läuft über akzeptierte Wege

Gerade in der Onlinewelt gibt es kaum ein Limit, auf welche Weise man Geld zahlen und empfangen kann. Wenn es um Casinos geht, ist maximale Vielfalt jedoch nichts, was man sich wünschen sollte. Hier sollten idealerweise alle Zahlungsmethoden über wirklich breit etablierte (deshalb auch sichere) Anbieter laufen.

PayPal ist quasi der Goldstandard. Dicht gefolgt von Giropay, Sofortüberweisung, Paysafecard und Neteller. Auch die Kreditkarte gehört dazu. Denn: All diese Maßnahmen sind a) schnell und b) ermöglichen Sie es einem, auch noch nach Tagen und Wochen Buchungen zu stornieren. Man hat also viel größere Sicherheit.

Es ist nicht tragisch, wenn zusätzlich auch noch andere Methoden angeboten werden. Aber wenn der gesamte Casinobetrieb beispielsweise nur über Bitcoin oder ähnliche Wege abgewickelt würde, sollte man vom Spielen absehen – allerdings wäre das Casino dann auch schon durch die zuvor genannten Sicherheitsmaßnahmen gefallen.  

Wenn aber alle Punkte stimmen, kann man mit gutem Gewissen seine Einsätze machen – und natürlich hoffen, dass einem die eigenen Skills und Fortuna die Stange halten.

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