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Ceauşescu und seine Frau werden hingerichtet

Das Volk erhebt sich und stürzt den Diktator

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Trotz der sich abzeichnenden politischen Wende in den übrigen Ostblockstaaten hatte Ceauşescu auf dem XIV. Parteitag der rumänischen KP (20. bis 24. November), der ihn einstimmig als Generalsekretär bestätigte, Reformen verweigert. Am 15. Dezember verhinderte in der westrumänischen Stadt Temesvar eine Menschenmenge die Festnahme des Pfarrers László Tőkés und protestierte in Sprechchören wie "Gebt uns Brot!" und "Wir haben Hunger!" gegen die katastrophale Versorgungslage.

Wahllos in die Menge gefeuert

Am folgenden Abend versammelten sich in Temesvar und Arad erneut Zehntausende von Menschen. Armee, Miliz und die Sicherheitspolizei Securitate feuerten scheinbar wahllos in die Menge, Soldaten machten mit aufgepflanztem Bajonett Jagd auf Regimegegner. Die Zahl der Toten wurde zunächst in Temesvar mit mehreren Hundert angegeben, im Juli 1990 allerdings auf 97 berichtigt.

Ungeachtet der Verhängung des Ausnahmezustands über die westrumänische Provinz Timis griff die Protestwelle auf die Hauptstadt Bukarest über. Ceauşescu zeigte sich unbeeindruckt von den regierungsfeindlichen Demonstrationen in seinem Land und reiste am 18. Dezember für zwei Tage in den Iran. Als eine Jubelveranstaltung am 21. Dezember zu einer Protestkundgebung wurde, ließ er Militär eingreifen.

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Chronik Jahresband 1989
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