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Das Drei-Kaiser-Jahr

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Wilhelm II.

Nach seiner Thronbesteigung (15. Juni 1888) entfremdete sich Wilhelm schnell durch seine Sozialpolitik Bismarck, den er 1890 zum Rücktritt zwang, ohne selbst in der Lage zu sein, das Reich konsequent zu führen.

So wie die liberalen Freunde Friedrichs III. einen Thronwechsel herbeigesehnt hatten, so fürchteten ihn die Konservativen, darunter auch Bismarck. Außerdem passte die englandfreundliche Haltung des Kromprinzen, die noch durch seine Frau Viktoria, der ältesten Tochter Königin Viktorias von Großbritannien, unterstützt wurde, nicht in das außenpolitische Konzept Bismarcks, der auf ein Bündnis mit Russland setzte. Im Laufe der Jahre gelang es Bismarck, Friedrich und seiner Frau jede politische Einflussmöglichkeit zu nehmen und ihnen ihrem ältesten Sohn Wilhelm zu entfremden. Die lange Kronprinzenzeit und die kaum noch spürbare Opposition Friedrichs gegen die konservative Politik Bismarcks ließen sein Ansehen als liberalen Hoffnungsträger allmählich verblassen. Schließlich erscheint es fraglich, ob Friedrich III. bei einer längeren Regierungszeit mehr erreicht hätte, als in den 99 Tagen, während der er zwar den konservativen Innenminister Robert von Puttkammer entließ, aber keinen wirklichen Wechsel in die Wege leitete.

Bruch mit dem Kanzler

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