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Das Phänomen der Savants

Autisten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten

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Eine Palette von Fähigkeiten

In der wissenschaftlichen Welt tauchen Beispiele für diese Art der besonderen Begabungen erst rund hundert Jahre später auf, in Beschreibungen des britischen Neurologen John Langdon Down, der auch als erster das nach ihm benannte Down-Syndrom detailliert charakterisiert hatte. Er berichtet von zehn Fällen, die er in seiner 30-jährigen Laufbahn im Earlswood Asyl untersucht hatte und bezeichnet sie als „idiots savants“ – abgeleitet vom französischen Wort für „wissen“ – savoir. In abgewandelter Form ist Downs Wortschöpfung bis heute als „Savant-Syndrom“ erhalten geblieben, der offiziellen Bezeichnung für diese Inselbegabungen.

Viele solcher Savants besitzen ungewöhnliche musikalische, mathematische oder mechanische Fähigkeiten und besitzen ein sehr gutes Gedächtnis für bestimmte Details. Zu ihnen gehören Musiker wie der blinde Leslie Lemke, der ganze Sinfonien nach nur einmaligem Hören auf dem Klavier nachspielt, Künstler wie Jonathan Lerman, aber auch Stephen Wiltshire, der akkurate Städtepanoramen aus dem Gedächtnis zeichnet oder Alonso Clemons, der lebensechte Skulpturen modelliert. Bekannt sind auch Mathematikgenies wie Daniel Tammet, der im Jahr 2004 erstaunliche 22.514 Dezimalstellen der Kreiszahl Pi aus dem Kopf rezitierte und damit einen europäischen Rekord aufstellte.

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