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Den Urlaub vergolden

In den Gebirgsbächen der Tauern können sich Gäste mit der Goldwaschschüssel selbst auf die Suche nach dem begehrten Edelmetall machen

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Neue Schürfrechte vergeben

Inzwischen gibt es eine australische Firma, die das anders sieht. „In den Tauern geht wieder das Goldfieber um“, berichteten die Salzburger Nachrichten kürzlich. Die Gesellschaft „WHL Resources“ wolle den Abbau des wertvollen Edelmetalls wieder beleben. Die Schürfrechte in Hintermuhr hätte sie schon erworben, nun hätten die Australier auch ihr Interesse an den Goldlagerstätten im Gasteiner Naßfeld bekundet. Mit modernen Abbaumethoden erhoffen sie sich, so viel herauszuholen, dass es sich wieder rentiert. Auch macht wohl der hohe Goldpreis von derzeit etwa 700 Dollar den Bergbau wieder interessant.

Das Goldwaschfieber unter den Gästen in Rauris und Gastein grassiert schon seit man dort diese goldrichtige Idee hatte, die kleinen und großen Besucher mit einem großen Sieb und dem nötigen Wissen um die besten Fundstellen zum Bach zu schicken. Das Gold lagert sich wegen seiner großen Schwere speziell in Flussbiegungen oder Flussverengungen, unterhalb von Stromschnellen und vor Inseln ab. Dort kann das Gold durch „Waschen“ gefunden werden. Der Sand wird im Wasser bewegt und weggespült, das schwerere Gold bleibt im Sieb zurück. Ein Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Wer will, kann auch an einem Goldwasch-Lehrgang mit Fundgarantie teilnehmen. Ansonsten holt man sich einen Schürfschein zur Goldwasch-Berechtigung beim örtlichen Verkehrsverein.

„Man muss es einmal erlebt haben: Es ist das schönste Gefühl, wenn am Grund der Goldwaschpfanne nach und nach die ersten Goldplättchen auftauchen“, verspricht der Hüttenwirt von der Heimalm, Niko Granegger. Der muss es wissen: schließlich nimmt er regelmäßig an Weltmeisterschaften in Goldwaschen teil.

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von Iris Hilberth, wissen.de
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