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Die ewige Religion

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Bad im Ganges bei Varanasi

Bad im Ganges bei Varanasi

Die indische Eigenbezeichnung für den Hinduismus ist die "ewige Religion" (Sanskrit: sanatana dharma), die seit jeher bestand und immer wieder in neuen Formen von Heiligen oder Sehern, die zum Teil als Avataras (göttliche Inkarnationen) gelten, verkündet wurde. Wenn schon nicht die Religion der Induskulturen als eine Vorstufe des Hinduismus angesetzt wird, wird dessen Beginn auf die Upanishaden-Zeit (etwa 800 v. Chr.) datiert; grenzt man die Religion dieser Periode als Vedismus (vedische Religion) oder Brahmanismus ein, so wird als Anfangszeit des Hinduismus in seiner heutigen Form die zweite Hälfte des 1. Jahrtausends n. Chr. angegeben, weil er von da an durch Shankaras Philosophie des Advaita-Vedanta eine neue und maßgebliche Ausprägung erhielt.

 

Die Hindus werden nicht durch eine gemeinsame dogmatische Struktur geeint, sondern können von außen betrachtet als Polytheisten, Monotheisten, Panentheisten oder Atheisten erscheinen; in allen diesen verschiedenen Glaubensformen aber bildet sich das eine kosmische Sein (Brahma) ab. Auch Kultus und Lebensform (z. B. Vegetarismus) sind mitunter individuell verschieden. Gemeinsam ist den Hindus die Anerkennung des Veda und der Glaube an die Wiedergeburt. Zur gesellschaftlichen Struktur gehört traditionell die von Geburt her vorgegebene unveränderbare Zugehörigkeit zu einer Kaste und damit der kollektive beziehungsweise Stammescharakter des Hinduismus, der zumindest vor der weltweiten Verbreitung des Hinduismus individuelle Konversionen unmöglich machte.

 

 

aus der wissen.de Redaktion, Quelle: Brockhaus
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Eine Religion mit vielen Gesichtern

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