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Der Psyche auf der Spur - Teil 6

Von guten Vorsätzen und inneren Schweinehunden

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Und was tun gegen den inneren Schweinehund?

Sportpsychologen haben tatsächlich herausgefunden, dass Menschen, die an den inneren Schweinehund glauben, es schwerer haben, ein Trainingsprogramm wirklich durchzuhalten. Manche fangen an, hören aber auch schnell wieder damit auf. – Ganz im Gegensatz zu anderen, die immer wieder zum Training gehen, auch wenn sie müde sind, oder dreimal die Woche ihre Joggingrunde laufen, selbst wenn es regnet. Wie kommt das?

Dahinter steckt die sogenannte Selbstwirksamkeitserwartung, ein bestimmtes Merkmal unserer Persönlichkeit: Damit bezeichnen Psychologen die Überzeugung einer Person, ein Verhalten auf der Grundlage vorhandener Ressourcen und Fähigkeiten ausführen zu können. Es geht also um unseren Glauben, bestimmte Situationen aus eigener Kraft meistern zu können. Besonders in Stresssituationen ist dies wichtig. Selbstwirksamkeit entwickelt sich durch eigene Erfahrungen, vor allem durch das Erleben von Erfolgen und Misserfolgen, aber auch dadurch, dass wir andere Menschen beobachten.

Auch Bewertungen durch uns selbst und durch andere tragen zur Entstehung der Selbstwirksamkeit bei. Viele Studien zeigen: Selbstwirksame Menschen halten ein Sportprogramm wesentlich besser durch. Sie empfinden auch die Mühen und den Aufwand, die sie für das Training aufbringen müssen, als weniger hoch. Weniger selbstwirksame Menschen denken hingegen gar nicht erst daran, regelmäßig Sport zu treiben. Und schaffen es dann tatsächlich nicht.

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