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Der Sternenhimmel im August 2015

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Der Meteorschauer der Perseiden ist in diesem Jahr besonders gut zu sehen.
Der Meteorschauer der Perseiden ist in diesem Jahr besonders gut zu sehen.

Die Perseiden – in diesem Jahr besonders gut sichtbar

In der Nacht vom 12. zum 13. August hat der Meteorschauer der Perseiden seinen Höhepunkt. Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde könnte es dann regnen. Am höchsten ist ihre Dichte ab Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden. In diesem Jahr sind die Beobachtungsbedingungen besonders günstig, weil an 14. August Neumond ist. Der Erdtrabant ist daher am Himmel kaum zu sehen und es ist dunkel genug, um auch kleinere Sternschnuppen zu erhaschen.

Aber auch schon einige Tage vorher lohnt es sich, nach den Perseiden Ausschau zu halten, denn der Meteorschauer macht sich dann schon bemerkbar. Er entsteht, weil die Erde sich in diesen Tagen durch die Überreste des Staubschweifs von Komet 109P/Swift-Tuttle bewegt. Die in der Atmosphäre verglühenden Partikel erscheinen uns als Sternschnuppen. Weil sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen, erhielt dieser alljährliche Sternschnuppen-Regen den Namen Perseiden.

Mars taucht auf, Venus überholt uns

Bei den Planeten ist der Mars nach Abwesenheit im Juli nun wieder zu sehen. Er steht morgens knapp über dem Horizont am Osthimmel. Am 12. August in der Mordendämmerung begegnet er dabei der dünnen Sichel des abnehmenden Mondes. Die beiden hellsten Planeten, Jupiter und Venus, glänzen im August zumindest teilweise durch Abwesenheit. Der Jupiter steht in Sonnennähe und wird daher gnadenlos überstrahlt.

Und auch die Venus leuchtet erst wieder am Ende des Monats als heller Morgenstern. Mitte August überholt sie unserer Erde innen auf ihrer Bahn und steht daher von uns aus gesehen tagsüber am Himmel. Erst nachdem sie ab 25. August wieder genügend Vorsprung zur Erde hat, ist der Winkelabstand zur Sonne groß genug und wir können sie wieder leuchten sehen.

NPO, 03.08.2015
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