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Der Untergang der „Andrea Doria“

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Bei dem Zusammenstoß der beiden Großschiffe wird ein mehrere Meter breites Loch in den Schiffskörper der „Andrea Doria“ gerissen. Durch die schnell eindringenden Wassermassen bekommt das Schiff sofort Schlagseite. Glücklicherweise trägt der schwedische Dampfer bei der Kollision nur leichte Schäden davon, so dass er die Rettung der in Lebensgefahr geratenen italienischen Passagiere übernehmen kann. Da die See ruhig ist, können 1692 Passagiere und Besatzungsmitglieder auf die „Stockholm“ gerettet werden. Doch 50 Menschen finden den Tod. Zum Zeitpunkt der Kollision herrschte dichter Nebel vor der Ostküste der USA. Vermutlich haben reflektierende Nebelschwaden Störungen der Radaranlagen beider Schiffe ausgelöst.

Der Untergang der „Andrea Doria“ wird in den Vereinigten Staaten zu einem beispiellosen Medienspektakel: Von Hubschraubern aus berichtet das Fernsehen live von der Unglückstelle. Auch noch Jahre nach der Schiffskatastrophe hat die Öffentlichkeit nicht aufgehört, sich für das Unglücksschiff zu interessieren. Der US-amerikanische Kaufhauserbe Peter Gimbel setzt Tiefseetaucher auf die Tresore der „Andrea Doria“ an, in denen Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren Millionen Mark vermutet werden. Am 27.August 1981 werden die Tresore aus dem von Haien umringten Wrack in 70 Metern Tiefe geborgen. Doch die spektakuläre Öffnung der Tresore am 17.August 1984 vor den Objektiven der Kameras von 61 Fernsehgesellschaften bringt nicht den erhofften Schatz, sondern lediglich zwei Bündel verrotteter Geldscheine und einige wassergetränkte Papiere zum Vorschein.

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