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Die Aufteilung der Welt

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Großbritanniens Expansionspolitik

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Großbritanniens Expansionspolitik nahm unter Premierminister Benjamin Disraeli (1868/74-1880) systematische und umfassende Formen an. Den Briten ging es beim Aufbau ihres Kolonialreiches, in dem 1913, am Vorabend des Ersten Weltkrieges, 400 Millionen Menschen lebten, vor allem um die Sicherung des Seewegs nach Indien, der wichtigsten und wertvollsten Kolonie. Diesem Ziel diente etwa die Besetzung Ägyptens 1882. Mit dem Kap-Kairo-Plan verfolgte London die Absicht, ein geschlossenes Kolonialgebiet in Afrika zu beherrschen. Machtpolitische Grundlage des Empire bildete die Flotte. Man war in England der Überzeugung, die "Pax Britannica" müsse für die beherrschten Völker eine allgemeine, segensreiche Wohlfahrt bringen. Führender Imperialist und Wegbereiter des Commonwealth-Gedankens war Kolonialminister Joseph Chamberlain.

Frankreichs Imperialismus

Franz. Verteidigungsminister R.
Frankreichs Imperialismus konzentrierte sich auf Schwarzafrika und Indochina. Eingeleitet wurde die imperiale Politik Frankreichs in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts von Ministerpräsident Jules Ferry. Den Ausgangspunkt bildete der bereits vorhandene französische Kolonialbesitz in Nordafrika (Algerien) und Cochinchina (Saigon). 1910 verfügte Frankreich über ein geschlossen zusammenhängendes Gebiet in West- und Zentralafrika. Auf dem Weg dahin kam es ebenso zu Konflikten mit Großbritannien wie nach Errichtung der Indochinesischen Union 1887, da der Kolonialrivale um Indien fürchtete. Die Differenzen konnten aber mit der "Entente cordiale" 1904 beigelegt werden. Stattdessen verschärften sich die Auseinandersetzungen mit dem Weltmachtstreben des deutschen Kaiserreichs (Marokko-Krisen 1906 und 1911).
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