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Die erste Kontaktaufnahme mit ausländischen Unternehmen

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  • Verschaffen Sie sich über offene Fragen in Bezug auf Ihre Auslandsbewerbung Aufklärung. Haben Sie keine Angst - als ausländischer Bewerber ist es mehr als verständlich, wenn es noch Unklarheiten in Zusammenhang mit Ihrem angestrebten Job oder Praktikum gibt.
  • Wecken Sie die Aufmerksamkeit für Ihre schriftliche Bewerbung, indem Sie für den Personalverantwortlichen trotz großer räumlicher Distanz von nun an kein unbeschriebenes Blatt mehr sind. Erkundigen Sie sich daher ein paar Wochen nach der Absendung der schriftlichen Bewerbung, ob diese angekommen ist, und - ein paar Wochen später - wie es um die Bearbeitung der Bewerbung steht. Gerade als ausländischer Bewerber können Sie hier Initiative zeigen und punkten.

Die Rolle des Telefons als Bewerbungsmittel unterscheidet sich von Land zu Land und von Branche zu Branche. Während man in Europa generell sagen kann, dass das Telefon durchaus ein geeignetes Mittel zur Kontaktaufnahme darstellt, ist es in den USA bereits das Internet, über das die meisten Bewerbungsabläufe stattfinden (E-Mails, Online-Datenbanken). Sollte jedoch auf der Homepage des Unternehmens eine Telefonnummer für Bewerber angegeben sein, so zögern Sie nicht und probieren Sie, telefonisch den ersten Kontakt zur Personalabteilung herzustellen. Seien Sie jedoch sensibel und hören Sie aus dem Gespräch heraus, ob es erwünscht ist, sich über den Stand der Bewerbung und andere Themen telefonisch zu erkundigen. Schließlich wollen Sie ja die Chancen Ihrer Bewerbung nicht schmälern.

Vorbereitung für den ersten Telefonkontakt:

  • Verfügen Sie über ausreichend Sprachkenntnisse, um am Telefon zu brillieren? Setzen Sie sich nicht einem unnötigen Risiko aus, falls Sie sich Ihrer Wortgewandheit in der fremden Sprache nicht so sicher sind. Nutzen Sie in diesem Fall andere Wege für die erste Kontaktaufnahme.
  • Konzentrieren Sie sich auf kurze und präzise Fragen. Es kann nichts Schlimmeres passieren, als dass der Firmenvertreter den Eindruck bekommt, Sie hätten keine Ziele und wüssten nicht, was Sie wollen. Seien Sie sehr höflich. Vor allem in der fremden Sprache ist dies wichtig, da manche Formulierungen, die direkt vom Deutschen in die jeweilige Fremdsprache übersetzt werden, plötzlich viel unhöflicher klingen, z.B. "Ich möchte wissen" - "I want to know"; besser: "I would like to know".
  • Bereiten Sie sich auf das Gespräch, auch wenn es noch so kurz geplant sein sollte, gründlich vor. Sie wissen nicht genau, wie lange das Gespräch wirklich dauern wird. Haben Sie Ihre Hauptargumente ständig parat. (Warum will ich den Auslands-Job? Warum sollte ich lokale Mitbewerber ausstechen können?
  • Notieren Sie, welche Themen der Personalverantwortliche anschneidet und bei welchen Themen er am längsten verweilt. Dies sind hervorragende Indizien dafür, welche Schwerpunkte Sie bei Ihrer Bewerbung setzen sollten.
  • Wenn Sie während dem Gespräch ankündigen, Unterlagen zuschicken zu wollen, so machen Sie dies unmittelbar nach dem Gespräch. Das Gespräch ist dann beim Eintreffen der Unterlagen noch in der Erinnerung des Personalverantwortlichen, was ein immenser Vorteil für Ihre Bewerbung sein kann

Wichtig ist im angloamerikanischen Raum das Thema Gleichberechtigung. Das bedeutet, dass kein Unterschied zwischen verschiedenen Rassen, Religionen, Altersgruppen und so weiter gemacht werden darf. Alle Fragen, die sich nach diesen Themengruppen richten (Alter, Religion, Rasse, Sexualität etc.) sind damit verboten und müssen selbstverständlich nicht beantwortet werden. Außerdem ist ein Bewerber gut beraten, solche Themen auch nicht aktiv anzusprechen.

In Ländern wie Russland und vielen anderen osteuropäischen Staaten sollten Sie bereits vor Beginn Ihrer Bewerbung über eine Kontaktperson verfügen, die Sie "in das Unternehmen einführt" und Ihnen den Weg ebnet. In diesem Fall werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erst beim ersten Interview so richtig gefordert sein.

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