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Die Grundrechte in Bildern (Artikel 1 - 4)

Markus Lüpertz illustriert das Grundgesetz

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Artikel 2 GG

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Artikel 2 GG

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Erläuterung Lüpertz-Gemälde Artikel 2

 

Lüpertz hat diesem Gemälde die Leichtigkeit und Transparenz eines Aquarells verliehen. Das Bild hat zwei verschiedene Betrachterebenen. Zum einen fällt der Blick in eine Landschaft, die in feinen Abstufungen zwischen Grün und Gelb sich unter dem zartblauen Himmel erstreckt. Ein  Weg nimmt von links eine sanfte Kurve durch das Gelände und verschwindet, ohne dass sein Ziel erkennbar wird. Zum anderen erscheint der Torso eines menschlichen Körpers schemenhaft vorne am Bildrand, der die Figur unterhalb der Hüften überschneidet; daneben links ebenso unwirklich der Kahn. Während die Natur im Hintergrund als ein Gegebenes, vom Menschen zwar Gestaltetes, aber doch in ihren Gesetzen eigenwillig und eigenständig erscheint, kann der Mensch Veränderungen herbeiführen. Er kann an sich arbeiten, er kann einen Entwurf für seine Person und sein Leben erfinden – und diesen dann zu verwirklichen suchen. Der Kahn kann vielleicht helfen, aber hier sieht es so aus, als ob er gerade nicht von Nutzen ist, denn er liegt auf dem Boden ohne Beziehung zur Figur, die als Projektionsfläche für Pläne dienen kann. Der Maler hat den Körper mit einer scheinbar groben, aber doch raffinierten Technik so erscheinen lassen, als ob noch alles im Fluss wäre, als ob sich der Mensch noch in der Phase seiner Selbstwerdung befände. Gestaltende Kultur und gegebene Natur stehen in spannungsvollem Miteinander.

 

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aus der wissen.de-Redaktion
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Die deutsche Verfassung im Wandel

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