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Die Insel, die der Seele gut tut

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Der Ire ist rothaarig, trinkfest und heißt Paddy. Soweit das Klischee. Bleibt anzumerken, dass es auch blonde Iren namens Paul gibt, die Tee bevorzugen. Der Ire ist – nicht anders als der Bayer‹ - ein Produkt jahrtausendelanger Begegnung und Vermischung verschiedener Kulturen und Gene.

Nur wenig ist über die frühen Menschen bekannt, die in mehreren Einwanderungswellen auf die Insel kamen. Ihre Nachkommen gingen im keltischen Volk der Gälen auf, das in den letzten vorchristlichen Jahrhunderten einwanderte. Die Kelten brachten nicht nur das Eisen mit, sondern auch eine neue Religion. Ihre Priester, die Druiden, scheinen große geistliche und weltliche Macht besessen zu haben. Es bleibt ein Rätsel, warum das Christentum in der von ihnen bestimmten Gesellschaft so schnell Fuß fassen konnte. Die Iren nahmen die christliche Lehre offenbar geradezu begierig auf, und viele der Neugetauften gingen ihrerseits mit großem Enthusiasmus um Christi willen in die Fremde, um zu missionieren. Gut 1000 Jahre nach den Kelten kamen die Wikinger. Sie werden gewöhnlich als die großen Zerstörer betrachtet, denn ihren Raubzügen fielen zahlreiche Klöster und Siedlungen zum Opfer. Doch sie gründeten auch Städte, belebten den Handel, brachten wiederum neue Ideen mit, neue Techniken und Kunststile - und verschmolzen schließlich mit der eingesessenen Bevölkerung. Im 12. Jh. gewannen die Normannen die Herrschaft über den größten Teil Irlands, doch schon bald begannen auch sie, Sprache und Lebensgewohnheiten der Iren anzunehmen.

 

Traditionen und Moderne

 

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