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Ein Dorf plant den Umzug

Den Einwohnern der oberbayerischen Ortschaft Moos reicht es: sie wollen weg aus dem Überschwemmungsgebiet der Donau

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In Moos sieht man nun den Freistaat in der Pflicht, ihnen bei ihren Umzugsplänen finanziell unter die Arme zu greifen. Das bisherige Angebot aus München – 65 Prozent des Gebäudewertes und der Abrisskosten – ist ihnen zu wenig.

Bayern soll zahlen

Wenn die Grundstücke nicht entschädigt werden, dürfte ein Neuanfang 800 Meter weiter oben in Straß schwierig werden. Laut Bürgermeister Albin Kaufmann (Freie Wähler) fehlen fünf bis sechs Millionen Euro. Denn wer kauft schon noch Grund in Moos? Deshalb wollen sie mehr aus dem Topf für Hochwasserschutz in Bayern, aus dem 2,3 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 vergeben werden. Am liebsten die große Lösung: Entschädigung für Haus und Grund. Die SPD im Landtag ist auf der Seite der entnervten Dorfbewohner und hatte einen Antrag im Umweltausschuss eingereicht, der allerdings von der CSU abgelehnt wurde. „Wir sind besten Willens mit ihnen gemeinsam eine bezahlbare Lösung zu erarbeiten“, hatte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) kürzlich bei einem Besuch im Landkreis gesagt. Doch diese Absichtserklärung reicht den Leuten in Moos nicht – nicht um ihre sieben Sachen zu packen.

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von Iris Hilberth, wissen.de
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