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Ein Mormone als US-Präsident?

Die Rolle der Kirchen im amerikanischen Wahlkampf

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Der Einfluss der Mormonenkirche wächst

Auf 250 Millionen Dollar wird Romneys Privatvermögen geschätzt, das er hauptsächlich mit seiner Bostoner Investmentfirma Bain Capital gemacht hat. Jährlich zwei Millionen davon sollen er und seine Frau 2010 und 2011 an die Mormonen-Gemeinschaft gespendet haben. In jungen Jahren war Romney zwei Jahre lang auf der für Mormonen obligaten Missionarstour in Frankreich und bekleidete später in Boston ehrenamtlich hohe Ämter in seiner "Kirche Jesu Christi der Letzten Tage“. Diese Gruppe ist mit rund 14 Millionen Mitgliedern  weltweit die größte  von insgesamt drei Mormonenkirchen. Sie hat ihren Stammsitz in Salt Lake City in Utah, wo sich 65 Prozent der Bevölkerung zum Mormonentum bekennen. Grundlage ihres Kultes ist das "Buch Mormon“, das Religionsstifter Joseph Smith 1830 als Offenbarung veröffentlichte und das den Mormonen als "Gottes Wort“ gilt.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich diese Kirche zu einer mächtigen Institution entwickelt. Sie soll laut Recherchen des „Time Magazine“ von 1997 über ein Vermögen von 30 Milliarden Dollar verfügen. Das meiste davon stammt aus Spenden ihrer meist sehr erfolgreichen Mitglieder, aber auch aus eigenen Unternehmen wie etwa einem Versicherungskonzern, Rinderfarmen oder Radiostationen. Auch der politische Einfluss der Mormonen in Washington ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Sie stellen 2,8 Prozent der Kongressabgeordneten, aber nur 1,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

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von Caroline Mascher
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