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Erste Helfer erreichen Erdbeben-Gebiet

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Der Schaden an Pakistans ökonomisch wichtiger Infrastruktur dürfte sich jedoch in Grenzen halten. Die Wirtschaftszentren wie Karatschi und Lahore waren kaum betroffen. Die Infrastruktur in den zerstörten Gebieten im Norden hat nach Ansicht des Wirtschaftswissenschaftlers und früheren Handelsministers Zubair Khan mehr militärische als ökonomische Bedeutung.

Test für die verfeindeten Staaten
Die Katastrophe dürfte auch zum Test für die Bereitschaft der verfeindeten Staaten Indien und Pakistan werden, die Hilfe auf beiden Seiten der Kaschmir-Grenzlinie zu koordinieren. Potenzielle Schwierigkeiten zeichneten sich bereits ab. So kündigte Musharraf zwar an, die Annahme von indischen Hilfsangeboten zu erwägen. Allerdings lehnte er den Einsatz von Hubschraubern der indischen Luftwaffe über dem militärisch sensiblen Gebiet ab.

Stattdessen setzt Musharraf auf die Hilfe von US-Präsident George W. Bush. Der sagte am Sonntagabend die Entsendung von Chinook-Hubschraubern zu, die in Afghanistan stationiert sind. Die Weltbank sagte Pakistan 20 Mio. Dollar zu. Die Europäische Kommission stellte 3,6 Mio.Euro für Medikamente, Notunterkünfte und Nahrungsmittel zur Verfügung. Das Auswärtige Amt in Berlin stellte am Sonntag Soforthilfe in Höhe von 1 Mio. Euro für Pakistan bereit. Das Technische Hilfswerk entsandte ein 15-köpfiges Bergungsteam.

Zerstörungen in der Hauptstadt
Auch in der 90 Kilometer vom Epizentrum entfernten pakistanischen Hauptstadt Islamabad richtete das Beben schwere Zerstörungen an. Beim Einsturz eines Hochhauskomplexes kamen mindestens 25 Menschen ums Leben. Im Nordwesten des Landes starben Hunderte Kinder beim Einsturz von Schulen.

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