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Festungsinsel im Mittelmeer

Reich beschenkt

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Doch die Malteser scheinen von allem etwas bewahrt zu haben. Von den Arabern blieb das Grundgerüst der Sprache, die dazu Lehnworte aus dem Spanischen, Italienischen und Englischen besitzt. Vom spanischen Sizilien her sind die Festas, das Lichterfest Mnarja etwa und die feuerwerkssprühenden Heiligenfeste beeinflußt. Der Ritterorden hinterließ ein Architekturempfinden, das heute noch den Neo-Barock als Krone der Ästhetik tradiert. Britische Sonderlichkeiten schließlich bestimmen große Teile des way of life Maltas - und damit ist nicht nur der Linksverkehr gemeint.

Tempel und Kirchen

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Stadtansicht von Valletta, Malta
Wer heute nach Malta fährt, kommt oft, um in die einzigartige kulturgeschichtliche Vergangenheit der Insel einzutauchen.  Besucher können Zeugnisse der im europäischen Vergleich einzigartigen maltesischen Megalithkultur (mega = groß, lithos = Stein) aus dem 4. und 3. Jtd. v. Chr. und die gigantische Festungsarchitektur der Johanniter-Ritter aus dem 16.-18. Jh. bestaunen.

Am Ende der Steinzeit türmten die damaligen Malteser gewaltige Steine zu Tempeln, in denen sie die Erd- und Muttergöttin verehrten. Ihre Kultur ist bis heute rätselhaft, nicht zuletzt eben ist ungeklärt, wie eine Bevölkerung von höchstens 20 000 Menschen immerhin über 40 Kultstätten errichten konnte. Dieser Baueifer im Dienst des Glaubens scheint jedoch ein typisches Merkmal auch der späteren Malteser geblieben zu sein. 360 Kirchen und Kapellen will man heute auf den beiden Inseln zählen. Bei einer Bevölkerung von 375 000 (gut katholischen) Einwohnern übertrifft Malta damit problemlos selbst Rom.

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Quelle: ADAC, in Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrsamt Malta
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