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Film und Fernsehen: 1970 - 1979

Der Film ist tot – es lebe der Film

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Geradezu hysterische Reaktionen in den USA und Europa lösten die Disco-Streifen “Saturday Night Fever (1977) und die Folgeproduktion “Grease (1978) aus. John Travolta und seine tanzenden Freunde sorgten für eine Disco-Welle, der Soundtrack der Soft-Rock-Gruppe Bee Gees stürmte die internationalen Charts.

Aber auch in den USA versuchten ambitionierte Filmemacher dem reinen Kommerz-Kino die Stirn zu bieten. Beeinflusst vom Erzählkino des alten Hollywood begriffen sie Kino als sinnliches und nicht als intellektuelles Erlebnis. So entstanden Filme wie “Der Pate (1971/1974) und “Apocalypse Now von Francis Ford Coppola, “Taxi Driver (1975) von Martin Scorsese, “Harold and Maud (1971) von Hal Ashby sowie “Klute (1970) und “Die Unbestechlichen (1976) von Alan J. Pakula. Das deutsche Kino erlebte in den 70er Jahren einen Wachwechsel: Junge, ambitionierte Regisseure setzten dem verstaubten Heimat- und Abenteuerfilm der Nachkriegszeit ihre gesellschaftskritischen Filme entgegen. Es gelang ihnen sogar, wieder mehr Besucher in die Kinos zu locken und der bis Mitte des Jahrzehnts andauernden Krise der Filmindustrie Einhalt zu gebieten. Der Neue Deutsche Film überzeugte mit anspruchsvoller Unterhaltung und stieß auch bald im Ausland auf das Interesse der Kinogänger. In Frankreich war die Nouvelle Vague weiterhin tonangebend und setzte sich mit ihren Autorenfilmen bewusst von der auf kommerziellen Erfolg zielenden Massenware ab. Während auch in Italien Regisseure wie Bertolucci und Fellini eigenwillige Klassiker schufen, beherrschten in den USA nach wie vor die publikumsträchtigen Großproduktionen die Leinwände.

Deutschland: Alte Filme leere Kinos

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