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DATEN DER WELTGESCHICHTE
Geburt der Anglikanischen Kirche
In der Konsequenz der gegen den Willen des Papstes erfolgten Scheidung von Katharina von Aragón ließ sich Heinrich VIII. mit dem Act of Supremacy (1534) vom Parlament zum Oberhaupt der Kirche in England erheben:
Obwohl ihre Königliche Hoheit gerechter und richtiger Weise das Oberhaupt der Kirche von England ist und sein sollte und als solches von der Geistlichkeit seines Reiches in ihren Versammlungen anerkannt wird; gleichwohl sei zur Bestätigung und Bekräftigung dessen, zur Vergrößerung der Tugend in der Religion Christi in diesem Reich England ... trotzdem durch die Autorität dieses Parlaments verfügt, dass der König, unser Unumschränkter Herr, seine Erben und Nachfolger als Könige dieses Reiches als irdisches Oberhaupt der Kirche von England, genannt Anglicana Ecclesia gelten, akzeptiert und angesehen werden und dass sie mit der Reichskrone ebenso deren [der Kirche] Anspruch und Titel innehaben und genießen wie alle Ehren, Würden, Vorränge, Rechtsprechungen, Privilegien, Vollmachten, Immunitäten, Erträge und Werte, die gemeinhin der Würde des Oberhaupts der genannten Kirche gebühren und gehören; und dass unser genannter Unumschränkter Herr, seine Erben und Nachfolger als Könige dieses Reiches, die Macht und Vollmacht haben, von Zeit zu Zeit alle Irrtümer, Häresien, Missbräuche, Vergehen, Verächtlichkeiten und Ungeheuerlichkeiten, welche sie auch seien, zu ahnden, zu unterdrücken, wieder gutzumachen, zu reformieren, zu ordnen, zu korrigieren, zu beschränken und zu verbessern (...) ungeachtet aller Gewohnheiten, Gebräuche, fremder Gesetze, fremder Macht, Verordnungen oder anderer Dinge, die diesem entgegenstehen.
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