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Generationskonflikte

Treibstoff für die gesellschaftliche Entwicklung?

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Das einst so liebe Kind wird zum aufsässigen Rüpel

Wann immer die Rede von Jugend und Moral ist, gehört eines mit dazu: die Klage über den vermeintlichen Werteverfall der kommenden Generation. Die Vorwürfe an den Nachwuchs sind vielfältig: Aufsässigkeit, Faulheit, Zügellosigkeit, Missachtung jeglicher Regeln des Zusammenlebens, Drogenkonsum, Gewaltbereitschaft, Gleichgültigkeit, oder allzu früher Sex.
Dabei lassen sich diese oft begründeten Klagen zu einem großen Teil auf biologische Vorgänge im Körper der Heranwachsenden zurückführen. Wissenschaftler erklären das durch die Jahrhunderte immer wiederkehrende Phänomen mit Veränderungen im Hormonhaushalt. Bei einem männlichen Jugendlichen muss der Körper täglich bis zu 7 Schübe des Aggressions- und Sexualhormons Testosteron verarbeiten.
Bei pubertierenden Mädchen ist es das Östrogen, das ins Kraut schießt. Bei beiden Geschlechtern findet zudem eine erhöhte Adrenalinproduktion statt. Das erklärt die oft aufkommende Unruhe und scheinbare grundlose Streitlust. Neurologische Untersuchungen zeigen, dass den für die Steuerung von Emotionen zuständigen Nervenfasern im Großhirn bis weit in die Pubertät hinein die schützende Eiweishülle, das Myelin, fehlt. Am Nervenkostüm der Heranwachsenden wird also noch gestrickt, während sie sich plötzlich den Herausforderungen des Erwachsenseins ausgesetzt sehen. Ihre Nerven liegen also oft blank. Die Pubertät, daran erinnert sich wahrscheinlich so mancher, ist für alle Betroffenen keine leichte Zeit.

Aufsässigkeit hilft bei der Persönlichkeitsfindung

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