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Gentechnik: Wie sicher sind unsere Nahrungsmittel?

Über Risiken und Vorzüge gentechnisch veränderter Lebensmittel

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Das Ende der Nulltoleranz

Soja-Pflanze
Soja

Soja gehört neben Mais und Raps zu den Nutzpflanzen, an denen besonders viele gentechnische Veränderungen vorgenommen werden.

Betroffen von der Genmanipulation sind vor allem die großen Nutzpflanzen wie Mais, Soja und Raps – Pflanzenprodukte, die weltweit in großen Massen verbraucht werden und sich auch als Zusatzstoffe in vielen Lebensmitteln wiederfinden. 2011 hat die EU-Kommission die Nulltoleranzgrenze für solche Zusätze in Futtermitteln bereits aufgehoben und lässt sie nun zu einem Anteil von 0,1 Prozent zu. Ein ähnlicher Vorstoß ist auch im Hinblick auf Lebensmittel zu erwarten. Das Problem für den Verbraucher: Die Kennzeichnungspflicht gilt erst ab einem Zusatz von 0,9 Prozent. Isolde Ries, SPD-Verbrauchersprecherin im saarländischen Landtag sieht darin das Ende der gentechnikfreien Lebensmittel in der EU.

Fast zynisch mutet es da an, wenn die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina verlauten lässt, dass bereits über 70 Prozent der heute am Markt befindlichen Lebensmittel mit Gentechnik in Berührung gekommen seien – zum Beispiel über die Tierfütterung oder Medikamente. Laut Leopoldina hat das aber bislang keinerlei negative Auswirkungen auf Gesundheit oder Befinden des Verbrauchers gehabt. Stutzen dürfte dieser darüber, dass in Europa bereits 45 gentechnisch veränderte Organismen (GVO) für den Anbau zugelassen sind, darunter 26 Maissorten, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa, August 2012
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