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Helmut Schmidt

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Bereits vor seinem Amtsantritt als Bundeskanzler hatte sich der am 23. Dezember 1918 in Hamburg geborene Schmidt bundesweit einen Namen gemacht: Als Hamburger Innensenator von 1961-65 bewies er sich bei der Bewältigung der großen Hamburger Flutkatastrophe vom 17. Februar 1962 als kompetenter Krisenmanager - eine Rolle, die er in der Funktion als Bundeskanzler häufig übernehmen musste.

Zwar konnte Schmidt die von Brandt geschaffene Entspannungspolitik fortsetzen, doch er musste sich mit Krisen wie dem Einmarsch sowjetischer Truppen 1979 in Afghanistan auseinandersetzen. Außenpolitisch war Schmidt zwar erfolgreich und genoss hohes internationales Ansehen - in seine Regierungszeit fallen u.a. eine verbesserte Zusammenarbeit mit Frankreich und der Abschluss der Schlussakte KSZE (1975) - doch der NATO-Doppelbeschluss (1979) löste eine innerparteiliche Krise sowie heftige Proteste einer wachsenden Friedensbewegung aus.

In der Innenpolitik lagen Schmidts größte Herausforderungen: die noch immer seit der Ölkrise 1973 andauernde Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen (Arbeitslosigkeit, Inflation, Haushaltsdefizit) sowie die Terrorwelle der Roten Armee Fraktion (RAF) insbesondere im Herbst 1977. Schmidt zeigte Härte und Durchsetzungsvermögen und erzielte Erfolge wie etwa bei der Flugzeugentführung und anschließenden Befreiung der Geiseln (Oktober 1977. Doch er musste auch bittere Niederlagen wie die Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer (September/Oktober 1977) einstecken.

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