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Israels Sechstagekrieg an drei Fronten

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Am 5. Juni hatte Nasser den für die internationale Schifffahrt bedeutsamen Suezkanal geschlossen und ihn durch die Versenkung von Schiffen unpassierbar machen lassen. Nasser erklärte, der Kanal werde erst wieder eröffnet, wenn das Gebiet östlich von Suez von den Israelis geräumt sei. Ein Beschluss der arabischen Länder, allen Staaten, die Israel in irgendeiner Form unterstützt haben, kein Erdöl mehr zu liefern, traf ab 6. Juni die USA und Großbritannien. Am 15. Juli beschloss die UN in New York eine Jerusalem-Resolution, die gegen die administrative Wiedervereinigung der Stadt durch Israel protestiert.

Am 22. November 1967 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die grundlegende „Nahost-Resolution“ 242. Sie forderte den Rückzug der israelischen Truppen „aus besetzten Gebieten“, die Anerkennung und territoriale Unverletzlichkeit aller nahöstlichen Staaten (also auch Israels), freie Durchfahrt durch alle internationalen Wasserstraßen und eine gerechte Regelung des Flüchtlingsproblems. Das Problem der arabischen Palästinenser wurde also nur als Flüchtlings- und nicht als nationales Problem behandelt.

Der Verlauf des Blitzkrieges

5. Juni, Montag: Um 9 Uhr Ortszeit (7.00 Uhr MEZ) brechen schwere Kämpfe an der israelisch-ägyptischen Grenze aus. Israelische Mirage- und Mystère-Jagdbomber steigen von Flugplätzen bei Tel Aviv auf und fliegen in 150 m Höhe über das Mittelmeer auf ägyptisches Gebiet. Sie unterfliegen damit das ägyptische Radar. Mit leichten Spezialbomben zerstören sie die am Boden stehenden ägyptischen Flugzeuge. Gegen Syrien und Jordanien werden ebenfalls Luftangriffe geflogen.

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von Ute Becker, wissen.de
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