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Johannes Paul II. – die Papstwahl

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Stirbt der Papst, setzt der Vatikan eine gewaltige Maschinerie in Gang. Der Kämmerer der Kirche, der „Camerlengo", stellt den Tod fest. Er zieht dem verstorbenen Pontifex den Fischerring, das Symbol der päpstlichen Macht, vom Finger. Ring und Bleisiegel, mit dem die apostolischen Schreiben verplombt wurden, werden zerbrochen und die päpstlichen Gemächer im Apostolischen Palast versiegelt. Die Kardinäle werden nach Rom gerufen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr 1978 beerdigen sie einen Papst. Im August Paul VI., den Vorgänger von Johannes Paul I. Nun ihn selbst. Zum zweiten Mal übernehmen die Purpurträger für die Zeit der Sedisvakanz, wenn der Stuhl Petri verwaist ist, die Leitung der Kirche, ohne allerdings von den Päpsten verfügte Erlasse korrigieren oder ändern zu können. Und zum zweiten Mal werden sie zusammenkommen, um im Konklave, vor Michelangelos „Jüngstem Gericht" in der Sixtinischen Kapelle, abgeschlossen von der Außenwelt, unter strengster Geheimhaltung aus ihren Reihen den neuen Papst zu wählen.

Auf jeden Fall ein Italiener?

Wer wird Johannes Paul I. nun folgen? Wer wird die Kirche ins dritte Jahrtausend führen?

Der Krakauer Erzbischof Karol Kardinal Wojtyla glaubt nicht daran, dass er zum Nachfolger gewählt werden könnte. „Wir wählen in Rom, es wird daher ein Italiener sein", hat er schon vor seiner Abreise zum ersten Konklave in diesem Jahr zu einem Freund gesagt. Und was sollte nun, bei dieser zweiten Reise nach Rom zum zweiten Konklave, anders sein? Und warum sollte der nächste Papst ausgerechnet aus dem Ostblock kommen, einer Welt für sich, verriegelt und verschlossen?

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Chronik Bildbiografie Papst Johannes Paul II.
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