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Korallen

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Korallenschmuck besteht aus den weißen bis tiefroten Achsenskeletten der Edelkorallen. Am bekanntesten ist die rote Edelkoralle. Es gibt aber auch weiße, dunkelbraune, goldene, rosa, schwarze und gefleckte Skelette. Eine japanische Art hat eine weiße Mitte und eine rote Randschicht, bei einer anderen ist es umgekehrt. Schon in den Gräbern der La-Tène-Zeit (400-58 v. Chr.) fand man mit Korallen verzierte Fibeln, Helme, Armringe und Pferdegeschirre. Im alten Ägypten gab man den Toten Korallenschmuck als Schutz mit. In der griechischen Mythologie sind die Korallen aus dem Blut entstanden, das dem Haupt der Gorgo entronnen ist, nachdem Perseus es abgeschlagen hat. Die Römer trieben einen schwunghaften Korallenhandel mit den vorderasiatischen Staaten. Man verwendete sie sowohl als Bestandteil von Heilmitteln als auch für Amulette. Diese sollten Krankheiten aus dem Körper ziehen oder vor dem Bösen Blick schützen. Marco Polo berichtete, die Tibeter hätten im 13. Jahrhundert Edelkorallen als Geld verwendet. Im Mittelalter wurden oft Heiligenfiguren aus Korallen geschnitzt. Allgemeine Verbreitung fand Korallenschmuck in Europa aber erst im 15. Jahrhundert. Bis ins 19. Jahrhundert benutzte man pulverisierte Korallen gegen alle möglichen Krankheiten.

Lange Zeit erntete man Edelkorallen, indem man ein Fanggerät aus zwei kreuzweise verbundenen Metall- und Holzbalken über die Korallenbänke schleifte. Die herausgebrochenen Stücke verfingen sich in Netzen, oder fielen zu Boden und gingen verloren. Heute wird der größte Teil der Korallen durch Taucher heraufgeholt, die die Vorkommen systematisch abernten. An weiten Teilen der französischen, italienischen und jugoslawischen Mittelmeerküste ist die Edelkoralle deshalb schon verschwunden.

Korallenriff

Korallenriffe bestehen aus den kalkhaltigen Ausscheidungen von Korallen und anderen Meereslebewesen, sowie aus versteinerten Korallen, Schnecken, Muscheln und Seeigeln. Riffkorallen brauchen mindestens 20 °C warmes, sauerstoff- und nährstoffreiches, klares Wasser mit ausreichend Salz und Licht, damit die eingelagerten Algen Fotosynthese betreiben können. Die Bedingungen dafür finden sich an tropischen und suptropischen Küsten bis in eine Tiefe von 40 m. Anhand von Korallenriffen, kann man deshalb auf Meeressenkungen oder Wärmezeiten innerhalb der Erdgeschichte schließen.

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