wissen.de
Total votes: 373
wissen.de Artikel

Krankheit Nomophobie

Nicht ohne mein Smartphone!

...

Glücklich leben trotz Handysucht

Doch nicht alle Menschen, die dem Daumensport am Handydisplay frönen, sind auch davon abhängig. Viele Symptome der Nomophobie hängen eng mit der Internetsucht zusammen: Erst wenn die Betroffenen ein häufiges, unüberwindliches Verlangen spüren, das Handy aus der Tasche zu kramen und das Verhalten kaum kontrollieren können, gibt es ernsthafte Anzeichen für eine Sucht. Gefährlich wird es, wenn die Arbeitsfähigkeit nachlässt, die Betroffenen reizbar oder sogar aggressiv werden und darunter das Sozialleben leidet. Häufig tritt Nomophobie gemeinsam mit anderen Krankheiten wie Internet-, Glücksspiel- oder Shopping-Sucht auf.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen das Handy nicht beiseitelegen können. Einige klammern sich an die Vorstellung, jederzeit und überall Hilfe rufen und so sicherer leben zu können. Andere plagt die Angst, sie könnten etwas Wichtiges verpassen oder in einem Notfall nicht schnell genug reagieren, sobald das Handy ausgeschaltet ist.

"Nomophobe Menschen haben Angst, die Verbindung mit der Außenwelt zu verlieren", sagt die US-Psychologin Elizabeth Waterman im Gespräch mit der "LA Times". Die Expertin beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Suchterkrankungen und leitet am Morningside Recovery Center in Kalifornien eine Gruppentherapie für Nomophobiker. "Wir müssen erklären, dass Menschen einen nicht vergessen, nur weil man für ein paar Stunden oder Tage nicht erreichbar ist. Dass Mitteilungen auch später gelesen werden können und man trotzdem ein glückliches Leben führen kann."

 

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
von wissen.de-Autor Christoph Fröhlich
Total votes: 373