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Kurt-Georg Kiesinger

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Anders als seine Vorgänger blickte der am 6. April 1904 in Ebingen (Württemberg) geborene Kiesinger auf eine nationalsozialistische Vergangenheit zurück: Von 1933-45 war er Mitglied der NSDAP. Nach abgeschlossenem Jurastudium arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt bevor er von 1940-45 in der Rundfunkabteilung des Reichsaußenministeriums angestellt war, wo er bis zum stellvertretenden Abteilungsleiter aufstieg. Nach Kriegsende wurde Kiesinger mehrere Monate lang durch die Alliierten interniert.

1949 wurde Kiesinger zum ersten Mal in den Bundestag gewählt. Im Dezember 1958 folgte seine Wahl zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg. Als Kanzler der Großen Koalition trat Kiesinger 1966 an, um die großen von Ludwig Erhard übernommenen Probleme wie vor allem die wirtschaftliche Rezession. Auf Grund der anfänglichen Einigkeit der großen Parteien konnte Kiesinger Erfolge erzielen, doch innenpolitische Konflikte flammten vor allem um die heftig umstrittenen Notstandsgesetze im Juni 1968 auf.

Nach Erreichen der wichtigsten Ziele nahte das Ende der brüchigen Großen Koalition auf Grund von Uneinigkeit über wirtschaftspolitische Fragen und den Atomwaffensperrvertrag. Zwar gewann die CDU/CSU die Bundestagswahlen im September 1969 mit 46,1 Prozent der Stimmen, doch durch das neue Bündnis der SPD mit der FDP war am 21. Oktober 1969 das Ende von Kiesingers Amtszeit als Bundeskanzler erreicht.

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